Rajkovic gegen Mainz noch keine Option

Fußball. Am vergangenen Dienstag gab der SV Darmstadt 98 die Verpflichtung vom ehemaligen Hamburger Innenverteidiger Slobadan Rajkovic bekannt. Der 26-jährige war zuletzt vereinslos, da er sich im Sommer mit dem HSV auf keinen neuen Kontrakt einigen konnte. Deswegen kam die Interesse von Trainer Dirk Schuster sehr gelegen, wie er gegenüber der Presse immer wieder betont. "Ich wollte unbedingt in Deutschland bleiben", meinte Rajkovic. Der ehemalige serbische Nationalspieler hatte zudem auch Angebote aus dem Ausland bekommen (PAOK Thessaloniki).
Rajkovic begann im Alter eines Jugendlichen beim OFK Belgrad. Rajkovic galt als großes Talent und gab bereits im Alter von 15 Jahren sein Debüt für die erste Mannschaft. Nach einer Saison verpflichtete der englische Spitzenklub FC Chelsea das junge Talent.
Allerdings sah die Vereinsführung des Londoner Fußballclubs den 16-jährigen noch ohne Chance auf Einsätze, weshalb er an den OFK verliehen wurde und dort in der ersten Mannschaft am Ball war.
Im Sommer 2007 verlieh der FC Chelsea Rajkovis an den PSV Eindhoven. Allerdings wurde er auch dort nicht sesshaft und war nur ein Jahr für die Niederländer aktiv.
In der folgenden Saison, immer noch beim englischen Spitzenclub unter Vertrag, wechselte Rajkovic auf Leihbasis zu Eindhovens Ligakonkurrent FC Twente Enschede. Doch bevor er seine Aufgabe antrat, verlängerte er seinen Vertrag bei den Engländern um ein weiteres Jahr. Im Anschluss daran wurde Rajkovic mit Twente Enschede holländischer Meister.
In der Saison 2010/11 stand die nächste Leihe an. Vitesse Arnhem hieß sein neuer Arbeitgeber, sodass Rajkovic nun schon das dritte Jahr in Folge in den Niederlanden tätig war. Zudem wurde er bei Vitesse Arnhem zum Mannschaftskapitän ernannt.
Nach dieser Saison wechselte er zurück zu seinem festen Verein FC Chelsea, wo er aber vom serbischen Verband keine Arbeitserlaubnis gestattet bekam, da Serbien nicht im Gebiet der Europäischen Union lag.
Deshalb verlies er Chelsea erneut und wechselte nach Deutschland. Im August 2011 verließ er die Engländer endgültig und unterschrieb beim Hamburger SV einen Vierjahresvertrag.
Beim HSV war er zunächst erfolgreich, wurde allerdings infolge einer Auseinandersetzung innerhalb der Mannschaft zur zweiten Mannschaft suspendiert. Danach fiel er noch einmal wegen unangemessener Kritik in der Öffentlichkeit auf, die eine Geldstrafe für Rajkovic zur Folge hatte.
Nach einer Entschuldigung bei Trainer Thorsten Fink konnte er dann zur ersten Mannschaft zurückkehren.
Vor zwei Jahren wurde Rajkovic nach seinem Comeback beim HSV in der Bundesliga erneut in die U23 suspendiert - diesmal aus sportlichen Gründen.
Vergangene Saison rettete er in der Rückrunde sowie in der anschließenden Relegation gegen den Karlsruher SC den HSV vor dem Abstieg in die 2. Liga. Trotz guter Leistungen bei den Norddeutschen wurde sein Vertrag im Sommer nicht verlängert.
Nun hofft Rajkovic, sich in Darmstadt durchsetzen zu können. Seine Konkurrenz ist allerdings groß, da neben dem sowieso gesetzten Kapitän Aytac Sulu auch der von Werder Bremen ausgeliehene Luca Caldirola starke Leistungen in der Innenverteidigung abrief. Zumindest bis nach der Länderspielpause kommende Woche wird Rajkovic aufgrund von Konditionsrückständen noch keinen Anschluss finden. Es wird sich zeigen, inwiefern er den Lilien mit seiner Qualität für das große Ziel Klassenerhalt helfen kann.
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Rudolf Heeb aus Biebesheim | 01.10.2015 | 12:08  
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