SV 98 Darmstadt verstärkt seinen Kader

Der SV Darmstadt 98 konnte in der Winterpause seinen Kader noch einmal verstärken und fünf neue Spieler unter Vertrag nehmen. Dabei handelt es sich in Fußballfachkreisen durchaus um keine Unbekannten, denn insgesamt vereint das Quintett 65 Bundesliga-, 321 Zweitliga-, 26 Drittliga- und fast 300 Regionalliga-Einsätze auf sich – Erfahrung pur, die dem SV 98 im Kampf um die Spitze weiterhelfen soll. Alle Neuzugänge werden den Fans zudem auf Lilien.TV in kurzen Interviews vorgestellt (Link: www.lilien.tv).


Abdelaziz Ahanfouf

In der Vita des marokkanischen Rechtsfußes, der das Licht der Welt in Flörsheim erblickte, lässt sich eine Vielzahl von Vereinen finden, wobei der technisch versierte Stürmer seine Blütezeit sicherlich in Duisburg erlebte. Bei seinem dreijährigen Engagement an der Wedau gelangen dem sechsfachen marokkanischen Nationalspieler in 89 Punktspieleinsätzen für die Zebras 40 Treffer und der Bundesligaaufstieg im Jahr 2005. Zudem erzielte er mit einem sehenswerten Fallrückzieher im MSV-Trikot das „Tor des Monats Dezember 2003“ in der ARD-Sportschau.

Ein schwerer Autounfall am 17.12.2007 ließ „Aziz“ in eine Formkrise schliddern, aus welcher sich der 60-fache Bundesligaspieler bis heute nicht so recht befreien konnte. Nunmehr versucht der 33-jährige sich in Darmstadt zurück in den Fokus zu spielen und hofft mit seiner Erfahrung und dem ein oder anderen Treffer dem SV 98 weiter zu helfen.


Nikolaos Nakas

Der gebürtige Ludwigsburger ist ein bekanntes Gesicht am Böllenfalltor, absolvierte er doch in der Spielzeit 2002/03 bereits acht Regionalligapartien für die Lilien, ehe es ihn zum SV Wehen-Wiesbaden verschlug. In seinem sechsjährigen Wirken auf dem Halberg und in der hessischen Landeshauptstadt bestritt der gelernte Außenverteidiger mit griechischen Wurzeln 23 Zweitliga-Einsätze und 112 Partien in der Regionalliga Süd. Weitere 22 Spiele in der Regionalliga West für den SV Elversberg sollten folgen, was „Niko“ neben Cem Islamoglu, Sascha Amstätter und Boris Kolb zum erfahrensten Regionalligaspieler in Reihen des SV 98 macht. Der 29 Jahre alte Routinier, der in einer „Wetten dass..?“ - Show von dem singenden Robbie Williams im Publikum sitzend wie ein alter Bekannter aufs Herzlichste abgeklatscht und fotografiert wurde, nahm zu Beginn seiner Fußballerkarriere sein Schicksal einfach selbst in die Hand und bat beim VfB Stuttgart telefonisch um ein Probetraining, was letztendlich mit einem Vertrag belohnt wurde.


Henry Onwuzuruike

Der 31 Jahre alte offensive Mittelfeldakteur mit nigerianischem Pass bestritt in seiner Karriere sechs A-Länderspiele für die Nationalelf seines Heimatlandes, die im Volksmund „Super-Eagles“ genannt wird. Dabei befand sich der Olympia-Teilnehmer von Sydney 2000 im Kreis von den aus der Bundesliga bekannten nigerianischen Nationalspielern wie Victor Agali (u.a. Hansa Rostock), Jonathan Akpoborie (u.a. VfB Stuttgart), Victor Ikpeba (u.a. Borussia Dortmund), Jay Jay Okocha (u.a. Eintracht Frankfurt) oder aber Sunday Oliseh (u.a. 1. FC Köln). Der Rechtsfuß, dessen erste Station in Deutschland 1999 die SpVgg Greuther Fürth war, absolvierte insgesamt 31 Partien in der 2. Bundesliga, wobei ihm ein Treffer gelang. Aber auch die Regionalliga ist „Sir Henry“ vertraut, schnürte er doch bereits für den SC Feucht, Rot-Weiß Erfurt und den SSV Ulm seine Fußballschuhe.


Michael Schürg

Der zu Jahresbeginn vom insolventen SSV Ulm ans Böllenfalltor gewechselte Torjäger liegt mit seinen bislang erzielten zehn Torerfolgen vor der Winterpause auf Rang drei der Torjägerliste in der Regionalliga Süd. Regionalligaübergreifend trafen vor dem Rückrundenauftakt lediglich fünf Akteure in den drei Staffeln häufiger ins Schwarze als der gelernte Versicherungskaufmann. Der beidfüßige Mittelstürmer weckte aufgrund dieser Tatsache viele Interessenten anderer Vereine, die ihn aufgrund seiner Treffsicherheit mit Kusshand verpflichten hätten wollen, doch letztendlich entschied sich der 26-jährige Schwabe für die Lilien. Schürgs Trefferquote ist beeindruckend, traf er doch nahezu in jeder zweiten Regionalliga-Partie (47 Spiele, 23 Tore). Auch auf Drittliga-Erfahrung kann der 1,83 Meter große Angreifer verweisen, da er sich in der Spielzeit 2008/09 das Trikot der Stuttgarter Kickers überstreifte.
Wie man Torschützenkönig wird, weiß der vor dem gegnerischen Gehäuse stets Gefahr ausstrahlende Torjäger: In der Spielzeit 2007/08 sicherte er sich die Torjägerkanone in der Oberliga Baden-Württemberg.


Jan Zimmermann

Der 1,90 Meter große Schlussmann bestritt fünf Bundesligaspiele für die Frankfurter Eintracht, die allesamt kurioserweise in Niederlagen mündeten. Zimmermann musste hierbei sieben Gegentreffer hinnehmen. Die Schuld des heute 25 Jahre alten Keepers war dies indes nicht, denn seine Vorderleute „vergaßen“ schlichtweg das Toreschießen.
„Zimbo“ erlernte das Fußballspielen bei Kickers Obertshausen, von wo er sich im Jahr 1994 den Riederwäldern anschloss und den Weg von der E-Jugend über die zweite Mannschaft bis hin in den Profikader der Eintracht schaffte. Da der reaktionsschnelle und Sicherheit ausstrahlende Torhüter jedoch mitunter Oka Nikolov im Gehäuse nicht verdrängen konnte und ihm somit der Weg in die Bundesliga versperrt wurde, hütete er zumeist das Tor der Frankfurter Zweitvertretung in der Regional Süd bzw. Oberliga Hessen. In 32 Regionalliga-Einsätzen bewies er dabei 13-mal, dass sich seine Vorderleute auf ihn verlassen können, denn so oft gelang es ihm, keinen Ball in die eigenen Maschen passieren lassen zu müssen. Auf dem rechten Oberarm hat der Keeper auf Latein den ihm bedeutsamen Satz “Ich trage meinen Namen mit Stolz, lebe mein Leben, weiß Gott an meiner Seite und liebe meine Familie“ tätowiert.
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