SV 98 spaziert in die zweite Pokalrunde

Fußball. Der Bundesligist SV Darmstadt 98 gab sich in der ersten Runde des DFB-Pokals keine Blöße und zog hochverdient in die 2. Runde ein. Nach einem sehr einseitigen Spiel gewannen die Lilien am Ende mit 7:0 (4:0) gegen den Fünftligisten Bremer SV.
Von Beginn an hatte der SV 98 die Partie komplett unter Kontrolle. Doch wirkliche Torchancen sprangen in der Anfangsphase für die Südhessen nicht heraus. Die erste nennenswerte Aktion im Bremer Strafraum verbuchte Peter Niemeyer, der nach einer feinen Hereingabe von Mario Vrancic aber über das Tor köpfte. Drei Minuten später fiel dann aber die Führung der Lilien: Nach einem Freistoß von Jerome Gondorf bekamen die Bremer den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum geklärt. Kapitän Aytac Sulu verlängerte per Fallrückzieher auf Neuzugang Antonio-Mirko Colak, der zum 1:0 einschob (18.). Kurz darauf schlugen die Lilien dann erneut eiskalt zu, doch das Tor ging auf einen Bremer: Nach einer Flanke von Vrancic auf Torjäger Colak war es am Ende ein Eigentor von Bremens Kmiec, der den Ball mit der Brust in das eigene Tor bugsierte (22.). Kurz vor dem Pausenpfiff war es dann der schnelle Marcel Heller, der von Fedetskyy per Flanke bedient wurde und aus kurzer Distanz zum 3:0 einschob (40.). Danach waren die meisten Spieler gedanklich wohl schon in der Kabine, während Colak nach Flanke von Heller vom vorentscheidenden 4:0 einnetzte (45+2.). Erst dann ging es für beide Teams in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel ging der SV Darmstadt 98 wieder sofort engagiert in die Partie. In der 56. Spielminute traf Jerome Gondorf sehenswert per direktem Freistoß aus 31 Metern Torentfernung zum 5:0. Danach flachte die Partie aber ab, weil die Spannung schon längst verloren war. Die rund 600 mitgereisten Lilienfans der insgesamt knapp 2000 Zuschauern sorgten noch etwas für Stimmung, und bejubelten dann auch noch Colaks dritten Treffer des Tages. Nur wenige Minuten nach dem Treffer von Godorf behielt Colak freistehend aus spitzem Winkel vor Bremens Keeper Ahlers-Ceglarek die Nerven und erzielte das 6:0. Danach war für die Leihgabe von 1899 Hoffenheim Schluss, denn Meier brachte HSV-Leihe Sven Schipplock für den jungen Angreifer in die Partie. Schipplock setzte drei Minuten vor dem Schlusspfiff auch noch seine Duftmarke, denn er erzielte per Direktabnahme das 7:0 (87.). Danach hatte noch der eingewechselte Kleinheisler die Chance auf das 8:0, doch sein Volleyschuss wurde pariert. So ging es mit einem hochverdienten 7:0-Erfolg vom Feld, der Favoritensturz der Lilien blieb aus.
Einzige Sorgenfalte von Trainer Norbert Meier war die Verletzung von Aytac Sulu Mitte der ersten Halbzeit. Der Kapiän wird am heutigen Montag untersucht; es besteht der Verdacht auf einen Muskelfaserriss. Am Samstag zum Saisonauftakt n Köln wird Sulu wohl nicht zur Verfügung stehen.
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