Totalausfall in Augsburg nach dem Seitenwechsel

Fußball. Das war wohl mit die schlechteste Leistung, die die Mannschaft der Lilien in den vergangenen Monaten gezeigt hat. Vor allem nach dem Seitenwechsel und der gelb-roten Karte von Linksverteidiger Leon Guwara lief so ziemlich gar nichts mehr in den Reihen der Darmstädter. So war es vom Ergebnis her eine knappe Niederlage mit 0:1 beim FC Augsburg, der von Ex-Trainer Dirk Schuster trainiert wird, doch vom Spiel her war das Ergebnis viel eindeutiger.
Zu Beginn war das Team von Norbert Meier, welches mit Ausnahme vom zurückgekehrten Peter Niemeyer mit der identischen Startelf in die Partie ging wie gegen 1899 Hoffenheim, noch sehr präsent. In der 13. Spielminute ging ein Distanzschuss von Jungwirth nur knapp am Tor des FCA vorbei. 10 Minuten später hatten die Augsburger nicht nur die Spielkontrolle an sich gerissen, sondern scheiterten nur wenige Zentimeter an der Führung. Nach einer Flanke von Ji ging ein missglückter Schussversuch von Bobadilla an das Lattenkreuz. Finnbogason hatte kurz vor der Pause die größte Chance auf die Führung, doch nach einem feinen Solo scheiterte er am glänzend reagierenden Michael Esser im Darmstädter Tor. Sekunden später fand auch Schmid mit einem strammen Distanzschuss in Esser seinen Meister (45+3.). Der Knackpunkt der Partie fand dann noch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff statt: Guwara flog nach wiederholtem Foulspiel mit gelb-roter Karte vom Platz, wobei er beim Foul in der Nachspielzeit durchaus die glatte rote Karte hätte bekommen können.
Nach dem Seitenwechsel schlafen die Lilien bekanntermaßen. Und so dauerte esauch diesmal keine 80 Sekunden, bis die Lilien ein Gegentor kassierten. Finnbogason köpfte völlig freistehend nach einer Flanke von Koo den FCA in Führung. Die direkte Antwort verpasste Heller, der nicht nur eine unterirdische Leistung ablieferte, sondern auch aus 6 Metern am Tor vorbei schoss. Nach einem katastrophalen Rückpass von Höhn zu Keeper Esser, den Finnbogason ohne Probleme erlaufen konnte. Doch erneut war es Esser, der mit einer Glanzparade den Heber des FCA-Stürmers parierte.
Damit trudelte das Spiel dann zu Ende, von einem Ausgleich waren die Lilien meilenweit entfernt. Bestes Beispiel: Der eingewechselte Holland spielte zweimal einen Pass völlig unbedrängt ins Seitenaus.
Gegen Werder Bremen am kommenden Samstag wird hoffentlich Aytac Sulu wieder fit sein, denn de Viererkette in der Defensive ist oft mehr als unsicher. Generell sollte der SVD gegen Werder Bremen punkten, sonst sieht es bereits am 5. Spieltag ganz düster in Darmstadt aus.
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