Unsere Gegner im Porträt (1): 1. FC Kaiserslautern

Fußball. Es war eine spannende und dramatische Saison in der Zweiten Liga mit vielen Gewinnern und Verlierern. Der 1. FC Kaiserslautern gehörte definitiv zu Letzteren, da die Mannschaft weit unter ihren Erwartungen spielte und bis zuletzt sogar um den Verbleib in Liga Zwei zittern musste. Nach zwei Trainerwechseln wird es für den Ex-Lilien-Coach Norbert Meier in der Sommerpause die Aufgabe sein, Stabilität in die Mannschaft zu bringen und eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen.

Starke Defensive steht harmloser Offensive gegenüber

Mit Platz 13 und 41 Punkten konnte sich der FCK mit einem knappen Vorsprung von fünf Zählern gegenüber den Münchner Löwen gerade so über die Zielgerade retten. Besonders lobenswert trat bei den Pfälzern die Defensive hervor. Mit nur 33 Gegentreffern in 34 Saisonspielen stellten die "Roten Teufel" die beste Defensive der ganzen Liga. Die Schattenseite des FCK war allerdings die Offensive, die mit 29 Treffern nicht gerade für Angstzustände in den gegnerischen Abwehrreihen gesorgt hatte. Nach dem Absteiger KSC erzielte man die wenigsten Tore der Liga. Dies war letztendlich auch der Grund, weshalb die Pfälzer lange im Tabellenkeller standen.
Bester Angreifer des Teams von Norbert Meier war der 23-jährige Stürmer Osawe, der vor der Saison vom Drittligisten Halle zu den Pfälzern wechselte.

Schwache Auswärtsbilanz

Enorm belastend war für den Verein die fatale Auswärtsbilanz. Mit nur 12 Punkten war der FCK Viertletzter in der Auswärtstabelle; gerade einmal zwei Siege aus 17 Partien konnten in der Fremde eingefahren werden. Demzufolge waren die "Roten Teufel" auf Spiele am heimischen Betzenberg angewiesen, welche zumeist auch erfolgreich bestritten wurden. Mit 29 Punkten rangierte Kaiserslautern auf dem fünften Platz der Heimtabelle und konnte so seine Auswärtsschwäche ausgleichen.
Auffälligster Akteur der Lauterer in der vergangenen Saison war der junge Keeper Julian Pollersbeck. Der 22-jährige war ein Garant im Tor und trug enorm viel zu der starken Defensive des FCK bei. Doch die Zukunft des Torwarts ist ungewiss, da sowohl mehrere Bundesligisten als auch das Ausland ein Auge auf ihn geworfen haben sollen. Auch der Bundestrainer gehört zu den Beobachtern von Pollersbeck; der FCK-Torhüter war bereits in der Vergangenheit stets zu der U21 des DFB berufen worden.
Mit Robert Glatzel hat sich bereits ein wichtiger Akteur aus der Pfalz verabschiedet. Der Angreifer wird in der kommenden Saison für den Liga-Konkurrenten Heidenheim am Ball sein und dort sein Glück in der Offensive suchen. Auch Alexander Ring wird den Verein verlassen und sich dem FC New York City anschließen. Zudem gab Mittelfeldspieler Marcel Gaus am vergangenen Freitag bekannt, ebenfalls den FCK zu verlassen - wohl in Richtung England.
Allerdings hat Kaiserslautern mit Osei Kwadwo (von Sonnenhof Großaspach), Modica (Dynamo Dresden/ Leihe beendet) sowie Benjamin Kessel (von Union Berlin) drei neue Spieler verpflichtet. Außerdem wurde am Freitagabend vom Verein noch via Facebook bekannt gegeben, dass der australische Außenstürmer Brandon Borrello einen Vertrag bei den Pfälzern bis 2020 unterschrieben hat.

Trainingsauftakt

Trainingsauftakt beim FK ist bereits am 19. Juni um 14 Uhr. Vom 6. bis zum 14. Juli wird die Mannschaft von Trainer Norbert Meier dann in Zams (Tirol/ Österreich) ihr Trainingslager absolvieren.

Prognose für die kommende Saison

Es ist generell sehr schwierig, in dieser Liga Prognosen zu wagen. Mannschaften, die in der letzten Saison noch zu den Abstiegskandidaten gehörten, waren auf einmal Aufstiegsaspiranten - und anders herum genauso; bestes Beispiel hierfür ist 1860 München, die aktuell in der Relegation noch um den Klassenerhalt gegen Jahn Regensburg kämpfen müssen. In Kaiserslautern wird sicherlich viel vom Start in die neue Saison abhängen, da es auch Aufgabe der Mannschaft sein wird, das gesamte Umfeld für sich zu gewinnen. Denn Trainer Meier wird sich gewiss als Ziel gesetzt haben, den Betzenberg weiterhin als Festung des FCK zu verwenden. Wenn die schwache Auswärtsbilanz sowie die harmlose Offensive noch ausgebessert werden können, wird sich der FCK in der nächsten Saison nicht im Tabellenkeller der Zweiten Liga wiederfinden. Doch ob die "Roten Teufel" oben angreifen können, scheint eher ungewiss aufgrund der unsteten Berg- und Talfahrten in der jüngsten Vergangenheit.

MS-Prognose: Platz 9
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