Darmstadt Unverpackt - Crowdfunding

  Darmstadt: Martinsviertel | Plastik-) Verpackungen sind eine Pest – natürliche Ressourcen verbrauchend, umweltschädlich in der Produktion, kostenintensive für die Abfallwirtschaft und umweltschädlich in der Entsorgung. Deshalb werden viele der Produkte, die wir täglich kaufen, zum Teil völlig sinnlos in Plastik(folien) verpackt. Sogar beim Bio-Supermarkt „Alnatura“ findet man immer wieder in Plastik eingeschweißte Gurken.

Und das, obwohl die in Plastik enthaltenen Weichmacher nachweislich in die Nahrung übergehen. Natürlich immer unterhalb der zulässigen „Grenzwerte“.

Vor rund 2 Jahren startete der erste Laden der Lebensmittel lose verkauft und in mitgebrachte oder geliehene Behälter abfüllt, unter dem Namen „Original Unverpackt“.

Nun gibt es auch in Darmstadt eine Initiative, einen Unverpackt Laden zu eröffnen. Ende Oktober will Unverpackt Darmstadt eröffnen. Dazu brauchen die Organisatoren jedoch noch etwas Unterstützung und haben ein Crowdfunding gestartet:

https://www.startnext.com/unverpackt-da

Mit einem kleinen Beitrag kann jedeR die Entstehung eines solchen Geschäftes in Darmstadt unterstützen. Entweder als Spende – oder als Kredit (Einkaufsgutschein).


Crowdfunding funktioniert so:

Die Initiatoren geben einen Mindestbetrag an, der erreicht werden muss, damit das Crowdfunding stattfindet. Während der Funding-Phase machen alle Menschen, die das Projekt unterstützen wollen, eine Finanzierungszusage. Das kann jeder Betrag ab einem Euro sein. Denn Ziel von Crowdfunding ist es, ein Projekt nicht vom guten Willen (und der Willkür) von einzelnen Banken oder Risikokapitalgebern abhängig zu machen, sondern von einer großen Zahl von Menschen. Damit wird das Risiko auf viele Schultern verteilt und für die Einzelnen minimiert.

Nur wenn der Mindestbetrag erreicht wird, wird das Geld vom Crowdfunding Portal eingezogen und den Initiatoren übergeben. Diese können es dann in ihr Projekt investieren und belohnen die Unterstützer mit den versprochenen Prämien.

So könnte Unverpackt Darmstadt die Erstausstattung des Ladens vorfinanzieren, ohne dass eine Bank daran mit verdient.

Es wäre schön, wenn ihr es unterstützt und/oder weiterleitet.

https://www.startnext.com/unverpackt-da

Es wäre bedauerlich, wenn gerade Darmstadt einen solchen Laden nicht hinbekommen würde. Die Anschubfinanzierung von 20.000 Euro klingt nach viel. Doch wenn man sich überlegt, dass es bedeuten würde, dass nicht mal ein Fünftel der Menschen hier im Schnitt je eine Euro beitragen müsste, dann ist das nicht viel. Das Hauptproblem dürfte sein, dass genug Menschen überhaupt davon erfahren. Das Marktpotential ist in Darmstadt definitiv gegeben. Wenn die noch Zeit übrig hätte, hätte ich den Laden längst selbst aufgemacht. Weil er notwendig und überfällig ist!

Noch ein paar Infos zum geplanten Laden: Gegründet wird er von Bettina Will und Markus Dorner. Sie haben den Mietvertrag für das Ladengeschäft in der Gutenbergstr. 5 im Martinsviertel (früher ein Weinladen, der in die Innenstadt gezogen ist) bereits abgeschlossen. Eine Bushaltestelle ist in der direkten Nähe.

Das Prinzip: Die Kunden bringen ihre (wiederverwendbaren) Verpackungen selbst mit, die Ware wird unverpackt gemessen / gewogen / gezählt. Spontan- und Erstkäufer können natürlich im Laden auch wider-verwertbare Verpackungen (Glas, Leinensäckchen, etc.) erwerben. Auf der Sinn-& Fairstand Nachhaltigkeitsmesse im September 2016 in der Centralstation haben die Wills einige davon präsentiert (siehe Fotos).

Hier noch ein paar Beispiele, warum so ein Laden wirklich wichtig ist:
The Plastics and the Damage Done


(Achtung: Die Bilder können zum Teil schockieren!)
1 Kommentar
6
Benno Sorg aus Zwingenberg | 18.10.2016 | 23:36  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.