DBT für Familien und Paare

Freuen sich über einen gelungenen Workshop: Diplom-Psychologe Hans Gunia (links), Caritas Mitarbeiterin Tina Härter-Walther und Alan Fruzzetti.
Weltweit bekannter DBT-Familientherapeut Alan Fruzzetti leitet Workshop im Caritaszentrum Schweizerhaus

Er war in Berlin, kam zum Workshop nach Darmstadt und dann ging es weiter nach Zürich. Prof. Alan Fruzzetti hielt drei Tage im Caritaszentrum Schweizerhaus einen Workshop „DBT für Familien und Paare“ ab.

Der weltweit bekannte DBT-Familientherapeut aus Reno Nevada zeigte auf lebendige und praxisnahe Art und Weise, dass die in Deutschland erfolgreich eingesetzte DBT-Therapie bei Borderline-Patienten auch ebenso erfolgreich für Familien und Paare eingesetzt werden kann, die erhebliche Probleme haben und sich in schweren Krisen befinden.

DBT- eine Abkürzung für Dialektisch Behaviorale Therapie - wird von einem Darmstädter DBT-Netzwerk niedergelassener Therapeuten und vom Caritasverband Darmstadt seit vielen Jahren im ambulanten und stationären Bereich bei Menschen, die an der Persönlichkeitsstörung Borderline erkrankt sind, erfolgreich angewandt. In der DBT-Therapie lernen Betroffene mit Krisensituationen umzugehen. Sie erlernen Techniken zum besseren Umgang mit Gefühlen und Stress, zudem werden Achtsamkeit und zwischenmenschliche Fertigkeiten vermittelt.

Daher war das Interesse von Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen und Sozialarbeitern groß, im Workshop zu erfahren, wie die Arbeit mit DBT auch bei Familien und Paaren eingesetzt werden kann.

Alan Fruzzetti erklärte, wie man DBT-Skills in konfliktträchtigen Beziehungen und Familien anwenden kann, wie man verhindert in Konfliktspiralen einzusteigen und wie man wieder aussteigen kann, wenn man in einer solchen Spirale steckt. Die Spannung reduzieren, die Beziehung wiederherstellen und Gefühle besser ausdrücken sind dabei wichtige Schritte der DBT-Therapie.
Selbst hochreaktive Paare bauen wieder gesunde Beziehungen auf. Über 3000 Familien konnte der Familientherapeut schon helfen, nach der Therapie wieder ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen. Manche sind nach acht Beratungen schon so weit, andere wiederum müssen über drei Monate oder noch längere Zeit begleitet werden.

Die Teilnehmer des Workshops wurden von den Ausführungen des Referenten stark angesprochen, am liebsten wollte jede und jeder gleich loslegen. Doch zunächst einmal ist ein erster Schritt eines neuen Weges getan. Diplom-Psychologe Hans Gunia und Haus Elim, eine Wohn- und Behandlungsstätte für psychisch kranke Erwachsene, stehen in den Startlöchern eine überregionale Arbeitsgruppe zu gründen mit dem Ziel, in naher Zeit eine Angehörigengruppe anzubieten.

Kontakt:

Haus Elim
Tel.: 06151 / 606600
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.