Gewerbeverein Kranichstein (GVK) setzt auf Standortoffensive

von links nach rechts: Hannelore Pfeng-Kalbhenn, Brigitte Zypries, Ulrike Poth, Christine Köhler-Richter, Santi Umberti, Sylvia Strecker, Kristina Sinemus und Heiko Neugebauer
Darmstadt-Kranichstein ist mit ca. 12000 Einwohnern ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort. Hier haben sich auch 160 kleinere und größere Unternehmen niedergelassen. Seit 2007 engagiert sich der Gewerbeverein Kranichstein (GVK), dem inzwischen mehr als 65 Betriebe angehören, um das Image des Wohn- und Wirtschaftsstandortes zu verändern. Der GVK ist der jüngste Gewerbeverein Darmstadts. Vier Kranichsteiner Unternehmerinnen - Ute Bach-Nagl, Nuriye Dogan, Katrin Pies und Sylvia Strecker - nahmen 2007 die Gründung in die Hand. "Eine gezielte Standortoffensive soll nicht nur zur Konsolidierung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes beitragen, sondern es sollen auch zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze im Ort geschaffen werden", sagte Santi Umberti, Vorsitzender des Gewerbevereins Kranichstein (GVK).

Verwaltung und Büros sind die hauptsächlichen Nutzungsschwerpunkte in den beiden ausgewiesenen Gewerbegebieten des Standortes Kranichstein. Dazu gehören das Landratsamt des Landkreises Darmstadt-Dieburg, der Sitz der Bauverein AG sowie das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und das Rechenzentrum Ekom 21. Bei den kleineren Unternehmen, die ungefähr die Hälfte der Betriebe in Kranichstein ausmachen, gibt es solche aus den Bereichen Einzelhandel, Medizin, Sozialwesen, Dienstleistung, Gastronomie, Tourismus, Kultur und Sport.

Am Standort Kranichstein nimmt der Einzelhandel eine wesentliche Stellung ein. Belegt hat dies eine Bürgerumfrage der Wissenschaftsstadt Darmstadt. 87 Prozent der Kranichsteiner Bevölkerung kaufen ihre Ernährungsprodukte im Stadtteil ein. Mit dem Angebot sind Drei Viertel der Kranichsteiner Bewohner zufrieden. "Dazu hat auch wesentlich die Umsetzung des GVK-Optimierungskonzeptes für das Einkaufszentrum am See beigetragen", betonte Umberti.

Nach Auffassung des Gewerbevereins Kranichstein sind die Potenziale im Standort Kranichstein noch nicht ausgeschöpft. Deswegen legt der GVK das Augenmerk auf die Fasaneriepassage. Es soll ein GVK-Optimierungskonzept für die Weiterentwicklung der Fasaneriepassage ausgearbeitet werden. Eine Aufwertung der Passage kann dazu beitragen, ein Ziel des Kranichsteiner Einzelhandels zu erreichen: größere Attraktivität für die in Kranichstein Beschäftigten und Pendler. Umberti unterstrich: "Es fahren viele an dem Stadtteil vorbei. Sie zu uns zu bringen, wäre von großem Nutzen". Dienlich könnte dazu eine bessere Beschilderung sein. Wichtig ist aber auch das Hervorheben von publikumswirksamen Einrichtungen wie dem Jagdschloss Kranichstein, dem Bioversum und dem „Kranichsteiner Hof“, um das Image von Kranichstein mit innovativen Marketingstrategien zu stärken.

Von der GVK-Strategie profitieren die Unternehmen und die Bewohner von Darmstadt-Kranichstein. Jeder zweite Kranichsteiner Betrieb bildet aktuell aus. Die Erhöhung dieser Quote sieht der GVK als Beitrag der Integration in einem Stadtteil, in dem 25 Prozent interkulturelle Wurzeln haben. Um dieses Ziel zu realisieren, gibt es Kooperationsstrukturen mit dem Pharma- und Chemieunternehmen Merck und der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar. Von besonderer Bedeutung sind bei der Vermittlung von Jugendlichen in Lehrstellen zudem eine Reihe von Netzwerken wie Rope und Abba, die auch im Kontext mit dem von der EU geförderten Programm „Soziale Stadt“ entwickelt worden sind. Die seit einigen Jahren von der Erich-Kästner-Gesamtschule veranstaltete Ausbildungsmesse ist ein vorbildliches Vorzeigebeispiel. Nach GVK-Statistiken wurden darüber etwa 25 Prozent der im Stadtteil angebotenen Lehrstellen besetzt.

Eine Förderung soll es auch für die Zukunft geben. Folglich existiert auch eine GVK-Kooperationserklärung für das Bundesprogramm Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier, von dem Langzeitarbeitslose und gering qualifizierte Jugendliche profitieren können. "Der Gewerbeverein Kranichstein ist überzeugt, dass die Verzahnung der Prinzipien Wettbewerbsfähigkeit, sozialer Zusammenhalt und Partnerschaft zu einer nachhaltigen Standortentwicklung beiträgt", hob Umberti hervor.

Unter dem Motto "Die Rolle der Frau in der Wirtschaft und in der Arbeitswelt“ hatte der Gewerbeverein Kranichstein im Jahr 2015 zum ersten Wirtschaftsempfang Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in die Zentrale der Bauverein AG eingeladen. Zusätzlich wurde beim ersten GVK-Wirtschaftsempfang die Bedeutung Kranichsteins als Wirtschaftsstandort mit den Ehrengästen Prof. Dr. Kristina Sinemus (Präsidentin

der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar), Brigitte Zypries, MdB (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium), Jochen Partsch (Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt), Sybille Wegerich (Vorstand der Bauverein AG) und Christine Köhler-Richter (Leiterin des Wohnparks Kranichstein) thematisiert. "Der Gewerbeverein Kranichstein wird auch 2016 einen Wirtschaftsempfang veranstalten, um mit Vertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in einem ständigen Dialog zu bleiben", so Ulrike Poth und Hannelore Pfeng-Kalbhenn, beide GVK-Vorstandsmitglieder, abschließend.

GVK, Ihr Partner für einen starken Standort Darmstadt-Kranichstein!

http://www.gewerbeverein-kranichstein.eu
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