girl´s day und boy´s day in der Agentur für Arbeit Darmstadt

Agentur für Arbeit Darmstadt zeigt neue berufliche Perspektiven bei der
Berufswahl auf – Girl´s und Boy´s Day am 23.04.2015

Auch in diesem Jahr waren die 45 Plätze beim Girls Day und Boys Day in der Agentur für Arbeit Darmstadt binnen kurzer Zeit wieder belegt. Die Begleitung der Mädchen und Jungen an diesem Tag erfolgt von den drei erfahrenen Berufsberaterinnen, Cornelia Dörsam, Annegret Springer und Rakna Poth.
Der Frauenanteil in den MINT Berufen ist langsam steigend, jedoch mit unter 20 Prozent immer noch deutlich unterdurchschnittlich. In diesen Bereichen bestehen oft gute Arbeitsmarktchancen. Oft sind Berufe den Mädchen auch nicht bekannt. Heute hatten sie die Möglichkeit im Berufsinformationszentrum (BiZ) verschiedene Berufe kennen zu lernen. Sie wissen jetzt, was sich hinter dem Begriff „MINT-Berufe“ versteckt und wo sie sich gut über Berufe informieren.

Die Zahl der Frauen, die MINT studieren, nimmt kontinuierlich zu. Ihr Anteil ist jedoch insgesamt immer noch klein.
Zwölf Prozent der Auszubildenden in MINT-Berufen sind weiblich. Der Frauenanteil unter den Auszubildenden fällt etwas geringer aus als der Frauenanteil unter den MINT-Beschäftigten insgesamt.
„Viele Berufe sind den Mädchen und den Jungen noch nicht bekannt und daran wollen wir am Girls und Boy´s Day etwas ändern. Nur wer weiß, was es für Möglichkeiten gibt, kann für sich eine gute Berufswahlentscheidung treffen“, so Carmen Fechter, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.

Die Jungs bekamen an diesem Tag einen Einblick in die Tätigkeit eines Erziehers. Der Besuch einer Kita stand auf dem Programm sowie ein Interview mit einem angehenden Erzieher, David Kirsch, der die Bedeutung von männlichen Arbeitskräften in Kindergärten deutlich machte und seinen Blickwickel als männliche Erzieher schilderte.

David:
„Ich habe Informationstechniker bei der Telekom gelernt. Bald merkte ich, es fehlt mir die Arbeit mit Menschen. Da ich schon mit behinderten Kindern gearbeitet hatte und in der Freizeit Jugendbetreuer bin, habe ich jetzt den richtigen Beruf für mich gefunden. Ich absolviere die Erzieherausbildung in Teilzeit, damit ich noch zwei Tage in der Woche Geld verdienen kann. Ich möchte für die Kinder und Jugendlichen, mit denen ich arbeite ein Freund sein, der ihnen Dinge beibringt. Sie sollen lernen, selbstständig zu sein. Es ist wichtig, dass im Erzieherbereich auch Männer arbeiten. Viele Kinder haben als Bezugspersonen in der Familie oder auch in der Kita oder Schule nur Frauen. Frauen und Männer erklären oder sehen Manches unterschiedlich. Das ist gut so. Daher finde ich es gut, dass auch Männer Erziehungsarbeit übernehmen.“
Alexander fragt, ob der Beruf anstrengend ist. David: „Anstrengend ist für mich Formulare ausfüllen oder morgens früh aufstehen. Klar ist mein Beruf auch mal anstrengend. Wenn Absprachen nicht eingehalten werden oder Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern und anderer Meinung sind. Dafür ist es nie langweilig. Und wenn ich eine schwierige Situation geschafft habe, das ist ein gutes Gefühl.“

Der Erzieherberuf hat Zukunft: In Deutschland werden in den nächsten Jahren erwartungsgemäß Zehntausende Fachkräfte benötigt. Vor allem Männer haben gute Chancen – auch per Quereinstieg.
Rund 600.000 Erzieher gibt es in der Bundesrepublik Deutschland. Davon sind 97,1 Prozent weiblich, Männer machen im Bundesdurchschnitt gerade einmal 2,9 Prozent aus. Im Krippenbereich, wo die ein- bis dreijährigen betreut werden, arbeiten noch weniger männliche Fachkräfte: gerade einmal ein Prozent. Da überrascht es kaum, dass die Bundesregierung mit einer Initiative mehr Männer in diesen Beruf bringen will. Angesprochen sind Jugendliche, die vor ihrer ersten Ausbildung stehen, aber auch Quereinsteiger mit und ohne pädagogische Berufserfahrung.
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