"C'est la vie" - Standing Ovations für ConFuego

Am 30.09. und 01.10.2017 präsentierte der Dieburger Popchor ConFuego sein brandneues Programm "C'est la vie". (Foto: Juri Loose)
 
Mit mitreißender Musik, guter Laune und Konfettikanonen feierte ConFuego seinen 5. Geburtstag gebührend. (Foto: Juri Loose)
Seit 2012 schon wissen die Mitglieder des Dieburger Chores und musikalischer Leiter Dirk Schneider mit abwechslungsreichen Programmen und unterhaltsamer a cappella Musik zu begeistern. So auch am letzten Wochenende.
Am Samstag, 30.09. und Sonntag, 01.10.2017 hatte ConFuego zu seinem neuesten Streich „C’est la vie“ eingeladen und die Römerhalle Dieburg mit Sound und Leben erfüllt. Rund 500 Zuschauer waren gekommen, um sich gemeinsam mit den 33 Sängerinnen und Sängern auf die Suche nach dem Sinn des Lebens zu machen. Eine große Aufgabe, haben sich an dieser Frage schließlich zahlreiche Philosophen, Forscher und Gelehrte die Zähne ausgebissen.

Der Chor startete seine Reise „vor der eigenen Haustür“ und sorgte mit silber-glitzernden Outfits und einer durchchoreographierten Version des Hits „Die Hesse komme“ (Rodgau Monotones) für einen strahlenden Konzertbeginn. Michael Weber, 1. Vorsitzender des Vereins leitete anschließend en français, dann im bekannten deutsch, in den Abend ein: „Wer im Vorfeld dachte, dass ihn ein französischer Abend mit Chansons erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. C’est la vie heißt bei uns: So ist das Leben oder Lebbe geht weider.“

Eingeteilt in verschiedene Stufen des Lebenssinns führte ConFuego durch das Konzert und machte Halt an Stationen wie Freundschaft, Trauer, Selbstüberwindung und Freiheit. Auf diese Weise wurden alle Stücke in den passenden Kontext gesetzt und die Zuhörer durch die Musik sowie kreative Videos und Textbeiträge - etwa "Stille Wasser sind attraktiv" von Julia Engelmann, vorgetragen von Lina Geißler - in die richtige Stimmung versetzt. Der Popchor bewies so besonders eindrucksvoll, dass Chormusik alles andere als altbacken ist, sondern Hits von Bob Dylan („Make you feel my love“), Nirvana („Smells like teen spirit“), Rammstein („Mein Herz brennt“) und Namika („Lieblingsmensch“) neues Leben einhauchen kann.

Wie im wahren Leben und nach ConFuego-Tradition, durften auch die Zuhörer aktiv werden. Bei der diesjährigen Mitmachnummer „Isn’t she lovely“ (Stevie Wonder) wurde der gesamte Saal eingebunden und ein gemeinsamer Chorklang erzeugt.

A propos: Wer beim nächsten Mal gerne auf der Bühne statt im Publikum sitzen möchte, der ist herzlich eingeladen, am Donnerstag, 26.10.2017 um 19:30 am Vorsingen in der Goetheschule Dieburg teilzunehmen und sich bei Chorleiter Dirk Schneider vorzustellen. Weitere Infos zum Aufnahmeverfahren gibt es auf der Webseite von ConFuego unter http://www.confuego-dieburg.de/mitmachen/.

Auch zwei Kleinensembles, die aus den eigenen Reihen besetzt wurden, gaben bei "C'est la vie" zwei Songs zum Besten. Dabei überzeugten Julia Hartmann, Antje Weber, Matthias Anders und Bernd Reimann mit einer berührenden Version des Grönemeyer-Hits „Der Weg“. Lina Geißler, Ulrike Eckhardt, Lukas Geißler und Rolf Bayer begeisterten die Zuhörer mit einer frisch-spritzigen Interpretation des Klassikers „Ein Freund, ein guter Freund“ (Comedian Harmonists).
Mit einer Sprachperformance, Party-Klängen, einem lauten Knall und viel Konfetti präsentierte der Popchor sein Finale, das dem Publikum kurz vor Ende noch mal ordentlich einheizte und deutlich machte: Egal, welchen Sinn das Leben auch hat, wir sollten es gemeinsam feiern!

ConFuego konnte so zwar keine abschließende Antwort auf die eingangs gestellte Frage bieten, dafür aber einen musikalisch mitreißenden und vielseitigen Abend bescheren. So vielfältig wie das Leben selbst. Denn: „Der Sinn des Lebens ist nicht, dass man ihn findet, sondern dass man ihn immer wieder sucht.“
Der Dieburger Chor erntete Standing Ovations, viel Lob und positives Feedback. Besser kann man seinen 5. Geburtstag wohl nicht feiern. ConFuego bedankt sich bei allen Zuschauern, Mitgliedern, Förderern und Sponsoren für die große Unterstützung, ohne die ein solches Konzertwochenende nicht möglich gewesen wäre.
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