Dritte Tour der Dieburger Prinzengarde auf dem Rhein-Burgen-Weg

Die Männerwanderung der Dieburger Prinzengarde führte die Truppe auch vorbei am wahrscheinlich kleinsten Spritzenhaus in Deutschland. (Foto: Hubert O.)
 
So manch herrliche Aussicht auf Vater Rhein... (Foto: Matthias G.)

In 2 Tagen bezwingen die Offiziere und Gardisten der Garde knapp 1400 Höhenmeter auf fast 40km des Rhein-Burgen-Weges!

Wie jedes Jahr wurde der Tradition zum Brauch zur Vorbereitung auf die Kampagne wieder gewandert. In den frühen Morgenstunden des 8. Okt. ging die Fahrt nach St. Goar. Bei idealen Temperaturen wurde dort eine kleine Stärkung eingenommen, bevor die 19 Mann starke Truppe mit Rucksack und Wanderstöcken die Höhen der 5. Etappe des Rhein-Burgen-Weges anging.

Der Start zur Tour 2016 erfolgte am Samstagmorgen. Pünktlich um 7:30 h saßen alle Mann, mehr oder weniger ausgeschlafen, im Bus.

Nach einer Fahrzeit von 1 1/2 Stunden im Kleinbus wurde St. Goar am Mittelrhein erreicht. Der Weg führte vom Ortsausgang gleich hoch zur imposanten Festung Rheinfels und weiter steilaufwärts wurde das Gründelbachtal gequert. An der Aussicht "Pilz" angekommen, lässt die tolle Aussicht auf den Rhein die Anstrengungen fast vergessen. Ab hier folgt Wandergenuss auf höchstem Niveau. Der Rhein-Burgen-Weg folgt dem alten Alpinpfad durch den Niederwald der Hangkante zur atemberaubenden Aussicht. Ein Abstieg nach Fellen wurde wegen akutem Drang zur Nahrungsaufnahme beschlossen. Danach gab es hier vor dem Aufstieg noch eine kleine Überraschung. Am kleinsten Spritzenhaus am Rhein durch den betreuenden Feuerwehrmann, wurde zur Stärkung eine Runde Hochprozentiges ausgeschenkt. Auf der Höhe von 200 m angekommen begeistert der felsgesäumte Abstieg ins Heimbachtal, wo fast Urwaldatmosphäre herrscht. Nach erneutem Aufstieg führt der Rhein-Burgen-Weg etwas ins Hinterland um dann weiter zur Taunusblickhütte bis auf 300m Höhe anzusteigen. Am Ende des Waldes offenbarte sich den Offizieren und Gardisten ein schöner Ausblick auf Holzfeld und die Region. Rasch ist Holzfeld durchwandert und zielstrebig ging es weiter auf dem RBW zur Hangkante, wo ein Rastplatz mit einem Superausblick auf den Rhein die Mühen belohnte. Nach einer kleinen Stärkung geht es auf engstem Steilpfad abwärts, was wieder die Kondition der Offiziere und Gardisten stark beanspruchte. Mit einigen Wendungen erreichte man Hirzenach, wo es vor allem den schmucken Probsteigarten zu bestaunen gab. Und wieder ging‘s bergauf. Über den Alpinpfad gestaltet sich der Aufstieg erneut sehr kräftezehrend. Über knapp einen Kilometer wurden hier 150 Höhenmeter überwunden. Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Rheinplateau führt der RBW nahe einer Schutzhütte auf dem Eselspfad schon wieder ins nächste Tal. Kaum ist der dort fließende Bach gequert, steigt der Pfad deutlich an und bringt die Gardisten an den Ortsrand von Weiler. Nach zwei weiteren tollen Passagen zur vordersten Hangkante, die an einer herrlichen Aussicht am weißen Kreuz gipfelt, geht es zum Endabstieg nach Bad Salzig. Hier gibt es auf einer Felsklippe nochmals Gelegenheit zum Verweilen und Ausschau zu halten. Schließlich erreicht die Truppe Bad Salzig, wo diese anstrengende aber lohnenswerte Etappe endete.

Nach 21 km Wanderung mit 803 Höhenmetern (Reine Laufzeit 7 h 15 min) erreichen die tapferen Offiziere und Gardisten den "Apostelhof" in Bad Salzig, wo das Nachtquartier aufgeschlagen wurde.

Bereits um 9 Uhr am Sonntagmorgen war Abmarschbereitschaft befohlen. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnte die Tour bei leichtem Nieselregen aber bester Laune gestartet werden. Von Bad Salzig ging es durch den Kurpark auf die 6. Etappe des Rhein-Burgen-Weges. Nach einer kurzen Strecke durch Streuobstwiesen, Hecken und Gehölze ist Kondition wieder gefragt. Beim Pfadaufstieg zur Hangkante erfreuen erste tolle Ausblicke sowie schroffe Felsen die Wanderer. Oben angekommen bereichern eine Reihe von tollen Aussichten die Strecke. Besonders die Aussicht "Steinerner Mann" bietet einen sagenhaften Blick auf das Rheintal. Auf unterschiedlichen Pfaden und Feldwegen führt der RBW zur Hütte auf dem Eisenbolz. Von hier geht es steil bergab nach Boppard. Auch dieser Abstieg wird durch die trittsichere Truppe problemlos gemeistert. Unten angekommen geht es durch eine Lücke in der Stadtmauer durch die Altstadt von Boppard. Vorbei an der Burg und entlang der Uferpromenade führt der RBW zur Talstation des Sesselliftes in Boppard. Angesichts der Witterung wurde schweren Herzens auf den Aufstieg über den Klettersteig verzichtet und der Sessellift in Anspruch genommen. Oberhalb der Weinlage Bopparder Hang angekommen, passiert man das Gedeonseck und läuft auf einem Pfad hoch über die Rheinschleife weiter zum berühmten Vierseenblick, wo sich der Rhein in 4 Seen unterteilt präsentiert. Nach einer herzhaften Stärkung in einem altehrwürdigen Lokal bietet der RBW auf luftigen Waldpassagen Gelegenheit zum Erholen und Durchatmen. Am Ende des Waldes lädt eine Hütte zur Rast ein und bietet dabei eine sagenhafte Aussicht auf die Marksburg. Frisch gestärkt durchwandern die Offiziere und Gardisten einen Hohlweg nach Brey um dann oberhalb von Rhens das Etappenziel zu sehen. Durch enge Stiegen führt der Weg zur Altstadt von Rhens, wo die Etappe am Viehtor endet.

Nach der 17,6 km langen Etappe (Laufzeit 6 h 10 min) mit 594 Höhenmetern und einem kleinen Rundgang durch das menschenleere Rhens wurde in einer gemütlichen Bierkneipe ein Abschiedstrunk genommen, bevor es mit dem Bus etwas müde aber zufrieden in die Heimat zurückging.

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