Ski-Heil und Hulapalu - Großarltal hier kommt die Dieburger Prinzengarde!

Ein Truppenteil vor der Bergkulisse im Großarltal hinten von links: Hauptmann Hubert Olbrich, Gardist Stefan Hiemenz, Anita Spieß, Leutnant Torsten Trojan, Leutnant Wolfgang Beck vorne kniend: Leutnant Markus Enders Die beiden überdimensionalen Personen im Hintergrund sind uns gänzlich unbekannt! (Foto: Anita Spiess)
 
Girls just wonna have fun! von link: Olga Krez, Theresa Ostner, Yvonne Burger, Bettina Oberhuber, Nicole Schmitt, Kristin Friedrich, Simone Hermann (Foto: Kirstin Friedrich)

Garde kämpft mit Bergwetter - Brandmeldeanlage wird ihr zum Verhängnis!

Anfang März rief das Oberkommando zum diesjährigen Wintermanöver der Prinzengarde auf. Das Ziel in diesem Jahr war zum zweiten Mal das österreichische Skigebiet Großarltal, welches mit anspruchsvollem Terrain optimale Einsatzbedingungen darstellte. Wetterkapriolen, eine Brandsimulation, aber vor allem viel gute Laune auf tollen Pisten und im Quartier prägten den Einsatz.

Donnerstags 2:30 Uhr ging es los. Drei Busse besetzt mit 25 Offizieren, Gardistinnen und Gardisten brachen in das 595 km entfernte Zielgebiet Großarltal auf. Von Anfang an herrschte in den Bussen gute Stimmung, hatte man(n) doch etwas zu feiern - zwei Gardisten hatte just an diesem Tag ihren 23. Geburtstag zu zelebrieren. Gegen 10 Uhr erreichte die mehr oder weniger ausgeschlafene Mannschaft ihr Ziel. Jetzt hieß es schnell umziehen, dass Gepäck in die Seilbahn verladen und los auf die Piste! Nach einem ersten erfolgreichen Skitag bezog die Garde in der schon aus dem letzten Wintermanöver bekannten Gehwolfalm ihr Mannschaftsquartier. Trotz eines anstrengenden Tages und einer kurzen Nacht waren für diesem Abend noch ausreichend Kraftreserven vorhanden, um die Geburtstage ausgiebig zu feiern und gemeinsam Hulapalu zu jodeln.

Ausgeschlafen und durch das gute Frühstück gestärkt, konnten die nächsten Manöverübungen kommen. Am zweiten Tag stand eine Gefechtsübung im angrenzenden Bad-Hofgastein an. Ideale Wetter- und Schneebedingungen sorgten für einen unvergesslichen und erfolgreichen Einsatz. Der sehr anspruchsvolle Manöverplan verlangte jedoch auch viele Pausen. Dies vor allem um sich gegen die Dehydrierung der Gardistinnen und Gardisten zu wappnen. Als die Truppe am frühen Abend die Unterkunft erreichte, blieb gerade noch genug Zeit die Skischuhe abzustreifen, bevor die Küche der Gehwolfalm die Mannschaft einmal mehr mit köstlichen Schmankerln versorgte und aufpäppelte. Ein wichtiger Grundstock für den Abend, stand doch noch eine Spezialübung für diesem Abend an. Mit Hilfe einer Nebelmaschine und Stroboskoplicht wurde die Saunalandschaft kurzerhand für eine Simulationsübung vorbereitet. Bei großer Hitze, Nebel, Blitzlicht und lauter Musik waren alle Sinne gefragt, um sich unter diesen extremen Bedingungen im Wellnesstempel zurecht zu finde. Wieder einmal bewies die Garde, dass auch unter harten Bedingungen keiner zu Schaden kommt und die Truppe Teamgeist beweist. Es waren weder bei Offizieren, Gardistinnen und Gardisten Verluste zu beklagen, alle überlebten diese brandheiße Situation unbeschadet. Anzumerken ist lediglich, dass solche Sondermanöver und Simulationen im Vorfeld mit der Chefin des Hauses abgesprochen werden sollten. Dann hätten die Wirtsleute ausreichend Zeit gehabt, die Brandmeldeanlage für den Wellnessbereich der Gehwolfalm vorübergehend zu deaktivieren.

Das Wetter des dritten und damit schon vorletzten Tages versprach einen ausgezeichneten Skitag. Was sich leider aber, wie in den Bergen nicht unüblich, zur Mittagszeit plötzlich und massiv änderte. Gerade auf der Hütte zur Brotzeit eingekehrt begann es zu stürmen, so, dass nach und nach die Lifte ihren Betrieb einstellten mussten. Gefangen auf dem Berg waren die Offiziere, die Gardistinnen und Gardisten genötigt den extremen Wetterbedingungen zu trotzdem. So traf das Schicksal die Truppe in diesem Jahr äußerst hart. Gab es doch nur noch die Möglichkeit einer kurzen Abfahrt und die Truppe war für mehrere Stunden gezwungen Unterschlupf in einer Apres-Ski-Bar zu suchen. Aber es wäre ja nicht die Prinzegard‘, wenn sie nicht aus der Not eine Tugend machen würde. So nutze die Mannschaft die Zwangsskipause, um die Gelenke und Muskeln bei zünftiger Musik zu lockern. Außerdem galt es die persönlichen Reserven an Feststoffen und Flüssigkeiten zu optimieren. Als sich dann am späten Nachmittag der Hurrikan (Anmerkung: Es handelt sich hier um die subjektive Wahrnehmung einer Einzelperson!) legte, nutzte die Truppe das kurze Zeitfenster zum Überschwingen ins Nachtquartier. Mit Einbruch der Dunkelheit, legte sich auch der Sturm. Der Energielevel der Garde war noch äußerst hoch und somit wurden voller Tatendrang die ausgefallenen Manöverübungen des Vormittags in einen Mitternachtseinsatz umfunktioniert. Mit diversen Utensilien, wie Plastiktüten, aber auch Schlitten, wurden daraufhin in der Nacht mehrere Rodel-Aktionen durchgeführt. Außer nasser Hosen gab es keine weiteren Verluste zu beklagen.

Am Sonntagmorgen konnte man die Trauer in den Gesichtern der Einheit sehen. Zwar lagen anstrengende Tage hinter ihnen, doch kam mit dem Sonntag auch der Abschied. Der Neuschnee, welcher in der Nacht zum Sonntag fiel, wurde am Vormittag noch einmal ausgiebig genutzt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen auf der Gehwolfalm hieß es gegen 13:00 Uhr Abschied nehmen. Tschüss, auf Wiederschauen und bis nächstes Jahre Gehwolfalm!
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