Zweite Tour der Prinzengarde auf dem Rhein-Burgen-Weg!

Blick zur Burg Pfalzgrafenstein (Foto: Matthias Lohrum)
 
Rast der Junggardisten (Foto: Matthias Lohrum)

Die traditionelle Männerwanderung wurde in diesem Jahr zur echten Kletterpartie mit Seilsicherung

Traditionsgemäß wurde auch in diesem Jahr zur Vorbereitung auf die Kampagne wieder gewandert. Die Fahrt ging im Frühtau bei einstelligen Temperaturen nach Bacharach die "Hauptstadt der Rheinromantik", von wo aus der 21köpfige Tross mit Rucksack und Wanderstöcken die Höhen der 3. Etappe des Rhein-Burgen-Weges anging.

Der Start zur Tour 2015 erfolgte am Samstagmorgen. Pünktlich um 7:30 h saßen alle Mann, mehr oder weniger ausgeschlafen, im Bus.

Nach einer Fahrzeit von 1 1/2 Stunden im Kleinbus wurde Bacharach am Mittelrhein erreicht. Der Weg führte durch die herrliche Altstadt mit einer großen Anzahl von schönen Fachwerkhäusern durch das Steeger Tor hinauf in die Weinberge. Schon die ersten Meter waren eine Herausforderung an die Kondition der Offiziere und Gardisten, denn bis die Hangkante mit einem fantastischen Blick auf Bacharach und das Rheintal erreicht wurde, waren 170 Höhenmeter zu bewältigen. Weitaus gemächlicher setzte sich die Tour bei trockener Witterung ohne wesentliche Höhenunterschiede über das Rheinplateau fort. Die Aussichtspunkte Blücher Blick und Sauzahn wurden passiert. An der Pfalzblickhütte wurde eine kleine Rast eingelegt. Von hier präsentieren sich der Rhein und die Burg Pfalzgrafenstein von einem echten Logenplatz. Gefangen von diesen herrlichen Eindrücken ging es weiter mitten durchs Rebenmeer mit tollen Aussichten und dem Blick auf die mächtige Schönburg. Bevor dann das Etappenziel erreicht wurde war Trittsicherheit gefragt. Über den Felsenpfad der Elfenley schlängelt sich der Weg abwärts. Nach ca. 14 km Wanderung mit 498 Höhenmetern erreichen die tapferen Wanderer das Quartier "Goldener Pfropfenzieher" in Oberwesel. In diesem geschichtsträchtigen Lokal hat Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1843 erstmals sein Deutschlandlied vorgetragen.

Bereits um 10 Uhr am Sonntagmorgen war Abmarschbereitschaft befohlen. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnte die Tour bei leichtem Nieselregen aber bester Laune gestartet werden. Von Oberwesel ging es über den Zuweg auf den Rhein-Burgen-Weg. Inmitten der Weinberge mussten sich die Gardisten entscheiden ob sie den Weg über das Günderodehaus (bekannt aus dem Film Heimat) oder den Oelsberg nehmen wollten. Wagemutig wie die Garde ist, entschied man sich für den Klettersteig der durch den steil abfallenden Hang führt. Nur gesichert durch Eisenklammern, Drahtseile und kurze Leitern wurden 170 Höhenmeter über eine Länge von 1,3 km überwunden. Nach dieser Anstrengung, es hatte inzwischen auch aufgehört zu nieseln, ging es kurzweilig entlang der Hangkante durch Gehölze und Hecken zum nächsten Höhepunkt der Etappe. Bei Maria Ruh gab es wohl den schönsten Ausblick auf den gegenüberliegenden Loreley-Felsen. Nach dieser Rast ging es abwärts durch den Wald ins Galgenbachtal und durch das Seelenbachtal wieder auf das Rheinplateau. Nach 9 km Strecke mit 404 Höhenmetern und einem steilen Abstieg durch das wildromantische Lohbachtal mit zahlreichen Treppenstufen wurde das Etappenziel St. Goar erreicht.

Nach einer ausgiebigen Stärkung und einem Rundgang durch St. Goar ging es mit dem Bus etwas müde aber zufrieden in die Heimat zurück.
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