Demo für St. Rochus

Einige hundert Menschen protestierten am Samstagmittag auf dem Marktplatz in Dieburg gegen die Schließung der Geburtsstation im St. Rochus Krankenhaus. Darunter waren auch der Bürgermeister Dr. Werner Thomas und Pfarrer Alexander Vogl. Viele der Protestierenden waren junge Familien, die mit ihren in Dieburg geborenen Kindern gekommen waren.

Nach 62 Jahren wird in Dieburg die Geburtshilfe im Krankenhaus St, Rochus aufgegeben. Grund dafür sind Missstände in unserem Gesundheitssystem, dass die Wirtschaftlichkeit vor die Menschlichkeit stellt. Hindergrund sind die in den letzten Jahren enorm angestiegenen Versicherungsprämien für Hebammen und Ärzte. Ein Arzt muß allein 100 Geburten betreuen um die Versicherung bezahlen zu können. Das bedeutet fast zwangsläufig das Aus für alle kleineren Gebutsstationen. Dieser Zustand führten allein in Hessen bereits zur Schließung von 16 Kreissälen, deutschlandweit sind es weit über 200. In Zukunft wird es bald nur noch riesige Gesundheitszentren geben, die sich durch Massenabfertigung auszeichnen. Der einzelne Patient ist dann nur noch eine Nummer, auch die Babies. Eine individuelle, liebevolle, persönliche und ganzheitliche Betreuung, für die die Dieburger Geburthilfe bekannt war, wird dann leider der Vergangenheit angehören.
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