Dornheimer Stammtisch "EM-Freunde Südhessen" gut besucht

Stammtisch-Initiator Thomas Seligmann (vo. li.) vom EM-e.V. konnte letzten Freitag zahlreiche "EM-Freunde Südhessen" begrüßen.

Was ist Bokashi?


Dornheim (TSe). Das fragten sich auch viele Leser bei der Ankündigung des mittlerweile fest etablierten Stammtisches im Groß-Gerauer Stadtteil Dornheim in der Gaststätte der RIEDHALLE. Immer am letzten Freitag im Monat treffen sich dort Freunde und Mitglieder des EM-e.V. (Gesellschaft zur Förderung regenerativer Mikroorganismen) und tauschen sich über "natürliches Gärtnern und gesundes Leben" aus. Selbst von der Bergstraße und aus dem Odenwald fanden sich Gäste ein und hingen neugierig an den Lippen des Stammtisch-Gastgebers.

EM-Vereinsmitglied Thomas Seligmann führte anschaulich vor, wie einfach man selbst einen auf Fermentierung basierenden Bodenverbesserer herstellen kann: Bokashi. Die Technik kommt aus Asien und man kann es grob mit "fermentiertes organisches Allerlei" übersetzen, welches ähnlich wie Kompost als wirkungsvoller Dünger genutzt wird. Dabei ist die Reifezeit bis zur Nutzung als Dünger ungleich kürzer als bei normalem Kompost und stellt dem Bodenleben durch den Fermentierungsprozess mehr Nährstoffe zur Verfügung.

Es gibt viele verschiedene Arten von Bokashi. Man kann zum Beispiel Küchen- und Gartenabfälle fermentieren. Der Geruch ähnelt dann dem allerseits bekannten Sauerkraut, das ja auch durch Fermentierung hergestellt wird. Man verwendet auch Nutztier-Mist, Getreide-Spliss und Kleie zur "Bokashierung". Spezialisten verarbeiten wertvolle Zutaten zu Futter-Bokashi um bei Hunden, Katzen, Hühnern, Nutzvieh und Pferden die Darmbalance in Ordnung zu halten oder zu bringen.

Viele Gartenfreunde, die bereits lange "EM-Effektive Mikroorganismen®" nutzen, legen ähnlich wie Kompost Bokashi-Erdmieten an und verarbeiten so Strauchhäcksel, Baumschnitt gemischt mit Gartengrünabfällen zu Bokashi.

Rasenschnitt - Futter für die Würmer

Oft landet gemähter Rasen in der Biotonne oder verfault miefend auf dem Komposthaufen. Könnten Würmer reden, würden sie fragen: "warum klaust du mir mein Essen?" Es ist sinnvoller aus dem Schnittgut nährstoffreiches "Rasenbokashi" herzustellen, oder das Geschnittene einfach mal liegen zu lassen, damit sich das "Bodenleben" satt essen kann.

Erfahrungsaustausch

Alle Teilnehmer konnten wieder viel Wissenswertes mit nach Hause nehmen. Es ist die gewollte Absicht, dass alle durch ihre Erfahrungen von einander partizipieren können. Der Spaß mit dem Umgang der lieben kleinen Bodenhelfern lässt viel Raum zum experimentieren und führt immer wieder zu erstaunlichen Erkenntnissen. Zu guter Letzt kam noch die Einladung zum nächsten Stammtisch am 27.02.2015 an gleicher Stelle und Zeit. Thema unter anderem dann: Was ist EM-Brot (und wie macht man es)?

Weitere Informationen sowie Anmeldung zum nächsten Stammtisch gerne über E-Mail "em-freunde-suedhessen@gmx.de".
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