Blick voraus bei der DLRG Pfungstadt: Wasserrettungsstation am Eicher See zieht um

Das Wohnmobilheim, dass die DLRG Pfungstadt als Wasserrettungsstation nutzt beim Transport: Millimeterarbeit.
 
Erstmal im Winterquartier angekommen.
Eich: Wasserrettungsstation Eicher See | Ausgerechnet am Pfungstädter Kerbsamstag ereilte den Vorstand der DLRG Pfungstadt die Nachricht, dass der Pachtvertrag für die Wasserrettungsstation am Eicher See zum Ende des Jahres 2011 gekündigt wurde. Mit großer Sorge blickten die Lebensretter in die Zukunft. Schließlich hatten sie die Station doch erst 2008 in Betrieb genommen und in großer Eigenleistung weiter ausgebaut und auch viel Geld investiert.

Grund der Kündigung sind die weiteren Ausbaggerarbeiten am See auf der rheinlandpfälzischen Rheinseite. Diese waren zwar bereits bei Übernahme des Pachtgrundstücks Ende 2007 der DLRG bekannt, doch die Räumung des Bereichs erfolgte nun viel schneller als ursprünglich geplant. Technische Probleme zwangen das Kieswerk Minthe das Südufer bereits dieses Jahr komplett zu räumen. Ursprünglich war die Räumung schrittweise über die nächsten Jahre vorgesehen und so wäre das DLRG-Grundstück noch einige Jahre am Südufer 1 erhalten geblieben.

Doch der Vorstand der DLRG Pfungstadt ließ nicht locker, vereinbarte einige Termine mit dem Kieswerksbetreiber, der Naturschutzbehörde und führt zahlreiche Telefonate mit der Eicher-See-Gemeinschaft. Schnell war klar, dass alle Beteiligten den Erhalt der DLRG-Station am Eicher See unterstützen wollten.

So verging einige Zeit, doch pünktlich zum 1. Advent können die Rettungsschwimmer der DLRG Pfungstadt wieder ruhiger schlafen. Denn das Projekt einen neuen Standort für die Wasserrettungsstation am Eicher See zu finden, das Grundstück am Südufer zu räumen und den Umzug vorzubereiten ist deutlich vorangeschritten.

Doch von vorne: Zunächst konnte man sich mit dem Kieswerksbetreiber bei einem Vor-Ort-Termin relativ schnell auf einen neuen Standort für die Station verständigen. So wird sich die DLRG nun neben dem Kieswerk ansiedeln. Dieser Standort ist auch für die Zukunft sehr sicher, da hier auf Grund des naheliegenden Rhein-Hochwasser-Damms kein weiterer Kiesabbau erfolgen kann.

Mit der zuständigen Genehmigungsbehörde konnte ebenfalls bei einem Vor-Ort-Termin schnell eine Einigung erzielt werden, denn eigentlich ist dieser Teil des Sees nicht als Wochenendsiedlung ausgewiesen. Für die Ansiedlung der DLRG-Station konnte aber eine Ausnahme erreicht werden.

Auch konnten die ersten Vertragsmodalitäten für das neue Grundstück bereits geklärt werden.

Neben bürokratischen Dingen, gab es aber natürlich auch jede Menge technische Probleme. So bereitete der Umzug des Wohnmobilheims allen Beteiligten großes Kopfzerbrechen. Hatte das als Stationsgebäude genutzte Gefährt doch seinen Standplatz ca. 30 Jahre nicht verlassen. Doch auch dieses Problem konnte mit Hilfe der Firma Minthe am 25. November gelöst werden. Das Wohnmobilheim steht nun zunächst auf dem Gelände des Kieswerks über die Wintermonate. Ab März soll dann der Aufbau der Station beginnen, wenn das neue Grundstück entsprechend aufgeschüttet und planiert ist.

Neben diesen Planungen für die Zukunft, musste aber auch das Gelände der bisherigen Wachstation am Südufer 1 geräumt werden. In 4 Arbeitseinsätzen konnte dies am 26. November nun auch weitestgehend abgeschlossen werden. Offen ist aktuell noch der Umzug des Bootsstegs, der auf Grund des aktuellen Niedrigwassers des Rheins und damit auch des Eicher Sees derzeit nicht vorgenommen werden kann.

Und so ist am 2. Adventswochenende für die DLRG-Aktiven auch wieder ein passender Zeitpunkt am 3. Dezember in der Gaststätte "Zur frischen Quelle" einen gelungenen Jahresabschluss zu feiern, auch wenn für 2012 wieder jede Menge Arbeit beim Wieder-Aufbau der Station wartet.
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