Schöne Körper – purer Zufall?

Unter diesem Motto besuchten die gymnasialen Mathematikkurse der neunten und zehnten Klassen der Schule am Sportpark mit ihrem Mathematiklehrer Herrn Hupp das Mathematikum in Gießen. Als besonderes Museum, in dem die Mathematik „anfassbar“ gemacht wird, gründete es der Mathematikprofessor Dr. Beutelspacher vor ca.13 Jahren. Mithilfe von ca. 200 Exponaten soll Schülerinnen und Schülern dort die Mathematik spielerisch näher gebracht werden.
Durch die Phänomene hoch motiviert, experimentierte und grübelte die Gruppe und bewältigte dabei die verschiedensten Herausforderungen. Genaueres Augenmerk sollte an diesem Tag den platonischen Körpern wie Würfel, Tetraeder oder Dodekaeder geschenkt werden. Anhand von flüssigkeitsgefüllten Zylindern und Kegeln konnten die Schüler die verschiedensten Parabeln, Querschnitte und Oberflächenveränderungen simulieren, wodurch sie den aktuellen Unterrichtsstoff vertieften. Da nichts dem Zufall überlassen werden sollte, überprüfte die Gruppe verschiedenste Zufallsexperimente unter Zuhilfenahme des dafür bereitgestellten Übungsmaterials. So erkannten sie u.a., weshalb es so schwierig ist, sechs Richtige beim Lottospiel zu erzielen. Anfänglich erstaunt über die Tatsache, dass in einer 25-köpfigen Klasse die Wahrscheinlichkeit bei ca. 50% liegt, dass zwei Schüler am selben Tag Geburtstag haben, konnte auch diese Behauptung von den jungen Mathematikern rechnerisch bewiesen werden.
Der aufschlussreiche Ausflug hat bei allen viele positive Eindrücke hinterlassen, manch neues Gedankenexperiment angestoßen und einen weiteren spannenden Zugang zur Mathematik eröffnet.
Begeistert fuhr die Gruppe am frühen Abend zurück nach Erbach.
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