Vonwegen Winter ADE...

Es sieht halt schön aus
Vom Winter gefoppt

Ei, wer hätte das gedacht,
dass der Winter s o w a s macht?
Überfällt uns einfach über Nacht,
wo er sich eigentlich schon „dünnegemacht“?

Lässt uns schippen, schieben, kehren,
animiert evtl. zur Schneeballschlacht.
Wohl überwiegend Kinder ihn verehren,
kramen für den Schneemann raus die Möhren
und der wird nun feingemacht.

Er besitzt halt die Eigenmacht,
und bedeckte die schöne Blumenpracht,
aber zieht man dabei in Betracht…???

Ingrid Streckfuß - (gedichtet am 18.3.18)
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Ausgewähltes Gedicht:

EIN LIED HINTERM OFEN ZU SINGEN - von Matthias Claudius (1740-1815)

Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.

War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.

Er zieht sein Hemd im Freien an
und lässt´s vorher nicht wärmen
und spottet über Fluss im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.

Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Hasst warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.

Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn´s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;

Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Zehen krachen:
Das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
dann will er tot sich lachen.

Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.

Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.
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