Kommunales Job-Center unterstützt Kunden mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen

Aktiv beteiligt am Projekt „KomPASS“ des Kommunalen Job-Centers des Odenwaldkreises sind (von links) Marco Schulz (Maßnahmecoach), Klaus Gerth-Koch (Energiesparberater der Initiative Arbeit im Bistum Mainz), Anja Figge (Maßnahmecoach und Gesundheitsberaterin), Kerstin Hüfner (Maßnahmecoach) und Karl-Heinz Kalcik (Projektassistent).
Wer aus den unterschiedlichsten Gründen gesundheitlich eingeschränkt ist – sei es durch Unfall, Krankheit oder ein chronisches Leiden – hat gerade im Hinblick auf eine berufliche Perspektive erhöhten Unterstützungsbedarf. Seit August dieses Jahres unterstützt das Kommunale Job-Center (KJC) des Odenwaldkreises deshalb Kunden mit gesundheitlichen Einschränkungen, die bereits längere Zeit ohne Arbeit sind und Arbeitslosengeld-II-Leistungen beziehen, noch intensiver bei der beruflichen Neuorientierung.

In der Maßnahme „KomPASS“, mit deren Umsetzung die GFN AG (Michelstadt) als Bildungsträger beauftragt wurde, sollen den maximal 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue Richtungen im Umgang mit ihren oftmals vielfältigen Gesundheitsproblemen gewiesen werden. Ziel ist es, den Männern und Frauen von 18 bis 64 Jahren eingehend bei der Wiederherstellung ihrer Arbeitsfähigkeit oder einem möglichen Übergang in den Rechtskreis nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII zu helfen.

Ebenso individuell wie dabei die Krankheitsgeschichte betrachtet werden muss, ist auch die Dauer der Maßnahme für die einzelnen Teilnehmer angesetzt; sie kann bis zu zwölf Monate betragen. In der gründlichen Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Gesundheitsberatern und den zuständigen Vermittlungscoaches im KJC werden spezifische, arbeitsmarktbezogene Strategien entwickelt, um die Betroffenen (wieder) dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Betrachtung der eigenen Stärken und das Aufzeigen neuer Möglichkeiten sind dabei zentrale Themen.

Großen Wert legt man auf Einzelgespräche und die kontinuierliche ärztliche Überprüfung des Gesundheitszustandes. Die terminliche Abstimmung dafür erfolgt direkt mit den Maßnahme-Teilnehmern und wird an den gesundheitlichen Bedarf angepasst.

„Wir nehmen uns Zeit für unsere Kunden. Das merken die Teilnehmer und öffnen sich dabei von Gespräch zu Gespräch mehr. Doch auch der Austausch der Teilnehmer untereinander ist wichtig und hilft dabei, neue Ansätze zu entwickeln und die eigene persönliche Situation einzuordnen“, erklärt Anja Figge, Diplom Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt Schmerz- und Gesundheitsmanagement. Sie zählt zu den Maßnahmecoaches bei „KomPASS“.

Gruppengespräche und -veranstaltungen sind fester Bestandteil der Maßnahme. Bei der Themenwahl begrenzt man sich nicht ausschließlich auf Gesundheitsthemen. Auch andere Aspekte, die Einfluss auf die Lebensqualität und den Genesungsprozess haben können, kommen zur Sprache.

So organisierte die GFN AG kürzlich einen Vortrag zu der Frage „Wie spare ich Strom im Haushalt?“. Im Rahmen der Aktion „Stromspar-Check Kommunal“ des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands erklärte Klaus Gerth-Koch, Energiesparberater der Initiative Arbeit im Bistum Mainz, den Teilnehmern, wie sie ihren Stromverbrauch verringern und ihre Kostenbelastung senken können. Gleichzeitig informierte er über eine mögliche Tätigkeit als Stromsparhelfer und die damit verbundene Chance auf einen beruflichen Wiedereinstieg.

Die Initiative „Stromspar-Check“ richtet sich insbesondere an einkommensschwache Haushalte. Ein Stromsparhelfer nimmt auf Wunsch kostenlose Stromspar-Checks zuhause vor und zeigt Einsparmöglichkeiten auf. Maßnahmen zum Stromsparen können dann direkt umgesetzt werden, indem (ebenfalls kostenlos), beispielsweise Glühlampen ausgetauscht, Standby-Abschalter oder spezielle Wasserspartechnik installiert werden. Zudem besteht unter besonderen Voraussetzungen die Möglichkeit der Förderung energiesparender Kühlgeräte. Solche einfachen Maßnahmen helfen nicht nur Geld zu sparen. Sie leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz.

Die Argumente des Referenten überzeugten auch die Teilnehmer von „KomPASS“. Einige vereinbarten unmittelbar im Anschluss an die Informationsveranstaltung Termine für ihren persönlichen „Stromspar-Check“.

Fragen zur Maßnahme „KomPASS“ beantwortet die zuständige Verantwortliche im Kommunalen Job-Center Cornelia Wind gern unter Telefon 06062 70-1501 oder per E-Mail: c.wind@odenwaldkreis.de

Informationen vermittelt auch die GFN AG in Michelstadt. Ansprechpartner ist dort Karl-Heinz Kalcik, Telefon 06061 9797571; E-Mail: Karl-Heinz.Kalcik@gfn.de
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