Ein Pharao, der an einem Abend alle Wünsche erfüllt

2015 KCE Auftakt
 
KCE 2015 Happy Steps
Seit Monaten sind die sechs Abendsitzungen des Karneval Clubs Erzhausen (KCE) ausverkauft. Wer eine Karte ergattern konnte, erlebte im Sportheim einen fünfstündigen Fastnachtsmarathon unter dem Motto: „Ägypten – Land der Pharaonen, Pyramiden und der Götter!“.
Passend zum Kampagnenmotto bevölkerten viele Pharaonen, Mumien und Kleopatras den Saal. Auf der Bühne hatte der Elferrat in einem ägyptischen Tempel Platz genommen. Diesen und die aufwendige Saaldekoration aus Hieroglyphen und Götterbildern haben die Vereinsmitglieder aller Altersgruppen gemeinsam in monatelanger Arbeit geschaffen.
Die elfjährigen Zwillinge Mirjam und Gereon Heuter eröffneten die Sitzung mit einem Zwiegespräch „Auf der Suche nach dem Pharao, der alle Wünsche erfüllen soll“. Und so war es dann auch. Sitzungspräsident Michael Böhm führte durch das Sitzungsprogramm, das mit Vorträgen, Tänzen und Shownummern gespickt war. Alle 21 Programmpunkte wurden ausschließlich von den rund 200 aktiven Karnevalisten des Vereins gestaltet. Zu den Höhepunkten des Abends gehörten die Auftritte der sechs Garden. 120 Gardemädchen und ein Junge tanzen beim KCE.
Im ersten Programmteil traten die „Ministars“ (Trainerinnen: Tanja Wiezorrek & Sabrina Thomas) als "Bezaubernde, tanzende Jeannies" auf. Die „Happy Steps“ (Trainerinnen: Nicole Maurer & Karina Thierfelder) nahmen das Publikum als Stewardessen und Pilot mit „Auf den Flug von Erzhausen nach Ägypten“.

Einen Gardetanz ganz besonderer Art boten die „Little Devils“ zu „Celtic Rondo“ und die „Sputniks“ mit ihrem „Ägyptischen Marsch“ (Trainerinnen: Michelle Jakobi & Anna Küchle). Mit „Irgendwieyourmyheartdrivemecrazy" rundeten die „Celebrations“ (Trainer: Andy Breidert & Pamela Hecht) die Gardetänze im ersten Teil der Show ab.
Bei den Vorträgen brillierte nicht nur der Nachwuchs. Dominik Denzer berichtete von der Silberhochzeit seiner Nachbarn und wie ein Schikanekuchen entsteht. Unter dem Motto „Der ganz normale Wahnsinn“ erzählte der fünfzehnjährige Tobias Bolduan aus seinem Schulalltag. „Ein Blick in ein deutsches Schlafzimmer“ gewährten uns Melanie Langwieler und Andy Breidert und ernteten viel Applaus.
Mit Jubel wurden das „Hennesi-Ballett“ (Trainerinnen: Michaela Nanko & Vanessa Schneider) empfangen. In ägyptischen Kostümen tanzte die vor 35 Jahren gegründete Spaß-Truppe zum Motto „Nix druff unn nix drunner“.

Der zweite Teil der Show startete im Dunkeln, mit der poetischen Tanzshow der Gruppe „Gut Schmatz“ (Trainerin: Pamela Hecht), die durch Tanz, Akrobatik und mit computergesteuerten Lichteffekten das Publikum begeisterte. Die „Goldenen Reiter“ (Trainerinnen: Jenny Radomski und Katrin Hoffsümmer) zeigten ein „Boy-Group-Battle“ mit Hebefiguren. Die großen Garden zeigten Ihre Showtänze „Circus of bizarre“ die „Celebrations“ und „Gladiators“ die „Sputniks“ (Trainerinnen: Bianca Ortlieb, Ricarda Dehmer). Das monatelange Training wurde mit viel Applaus und Jubel prämiert.
Das Damenkomitee hatte den „Beauty-Schuppen am Nil“ aufgemacht und verordnete Kameldungmasken, Wüstensandpeeling und in aussichtslosen Fällen fachgerechte Mumifizierung. Das Putz-Duo „Zewa und Klo-Petra“ (Holger Schenkenberger und Claudia Schnegelsberger), das in der „Keramikabteilung“ eines Kreuzfahrtschiffes angeheuert hatte, unterhielten das Publikum mit Spaß und teilweise anzüglichen Gags. Während „Klo-Patra“ von den Abenteuern mit dem „Deckoffizier“ berichtete, klagte „Zewa“ unter anderem über seine südamerikanische Augenkrankheit („Ich Chile“) und musste deshalb auch Bordarzt „Dr. Tut Mensch Immun“ aufsuchen.
Nachdem sich die rund 300 Gäste bei einer Karawanen-Polonaise durch den Saal die Füße vertreten hatten, erlebten sie einen weiteren Programmhöhepunkt: Den Auftritt der „Erzbengel“. Die Showgruppe (Trainer: Harry Knöß) brachte die Abenteuer von „Kobra Schorsch“ und dem Duo „Abu“ und „Simbel“ auf die Bühne.
Verkleidet als trojanisches Kamel machten sich die beiden auf den Weg zur 57-Jahr-Feier nach „Hommses“, wo die Händler Wurstspezialitäten wie „Hack & Mett“ und Sand zum Bau eines „Fluchplatzes“ im Angebot hatten.
Beim Final-Auftritt der Stimmungsmusiker des KCE und den Musikern Andreas Klink und Thomas Beckmann von „beckmann & klink“ hielt es die Fastnachtfans gegen Mitternacht nicht mehr auf ihren Plätzen. Bis in den frühen Morgen wurde dann noch gefeiert und getanzt.
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