Schlecker-Mitarbeiter klagen gegen Arbeitgeber

Eine der Schlecker-Filialen (Foto: Foto: Screenshot / GZ)
22 von 40 Mitarbeitern aus der Region Marburg und Mittelhessen wehren sich gegen die Kündigung der Firma Schlecker, die ihnen jüngst vom Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz zugestellt wurde.

Im Januar hatte die Drogeriekette Schlecker beim Amtsgericht Ulm Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. 11.000 Arbeitsplätze wurden seither gestrichen. Gut 4500 Mitarbeiter wandten sich daraufhin an das jeweils zuständige Arbeitsgericht. Die Zahl liegt weit über den Erwartungen des Insolvenzverwalters.

Gerichtlich angegriffen wird die Sozialauswahl und der Interessensausgleich. Kritik gibt es auch am Kündigungsgrund und einer gestellten Massenentlassungsanzeige bei der Agentur für Arbeit.

Die Sozialauswahl sei nach einem Punktesystem aber auch nach Altersgruppen erfolgt, erklärt der juristischer Vertreter des beklagten Insolvenzverwalters Christian Feketija. Dies sollte sicherstellen, dass nicht nur junge Mitarbeiterinnen gekündigt werden. Man wolle nicht die „Zukunft des Unternehmens vor die Tür setzen“, betont der Beklagtenvertreter.

Am Dienstag, 15. Mai, stehen ab 12.40 Uhr weitere Kündigungsschutzklagen von Schlecker-Mitarbeiterinnen aus der Region zur Güteverhandlung vor dem Gießener Arbeitsgericht an.

Quelle: G.Z. / Stadt und Land
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