Altbergbau-Wanderung bei Weschnitz

Historische Darstellung eines Knappen mit seinem Hund. Er trägt die Haue über der Schulter und das Geleucht in der Hand. (Foto: G. Agricola,1556)
Fürth: Forsthaus Almen | Zu einer besonderen Wanderung am Sonntag, 17. August lädt das Geopark vor Ort-Team Fürth ein. Die Teilnehmer erfahren die faszinierende Geschichte des Erz-Bergbaues, der einst große Bedeutung für die Region hatte. Der Weg folgt in den ehemaligen Teilrevieren Kapellenberg/Kahlberg und Altwiese bei Weschnitz den vielfältigen Spuren der früheren Montanindustrie. Diplom-Geologe Alexander Budsky erläutert die Entstehung der Eisen- und Manganerzvorkommen und schildert die Geschichte ihres Abbaues, der seit dem frühen Mittelalter belegt ist und sporadisch noch bis etwa 1950 erfolgte. Über die erstaunliche Technik, die im klassischen Erzabbau schon vor Jahrhunderten der Förderung, Entwässerung und Belüftung diente, berichtet Dr. Ing. Heinz Schwab. Mythen und Sagen, welche mit dem mittelalterlichen Bergbau in deutschen Landen verbunden sind, steuert Frau Annelie Szych bei. Einher mit dem Erzabbau geht die früher an den Hängen des Kahlbergs verbreitete Köhlerei. Ihr Zweck war die Erzeugung von energiereicher Holzkohle zum Schmelzen des Erzes. So treffen die Wanderer auf historische Kohleplatten, über denen Meiler zur Produktion von Holzkohle betrieben wurden. Den wahren Umfang der Bergbaurelikte und Köhlerplätze im Raum Weschnitz lassen Karten erkennen, die in jüngster Zeit durch neuartige Verfahren der Luftbild-Prospektierung gewonnen wurden. Die informative, dreistündige Wanderung ist für jung und alt geeignet. Die leichte Wegstrecke beträgt etwa 3 km. Auf witterungsgemäße Kleidung sollte geachtet werden. Eine Anmeldung zur kostenlosen Teilnahme ist nicht erforderlich, Spenden sind jedoch willkommen und unterstützen die ehrenamtliche Öffentlichkeitsarbeit des Geopark vor Ort-Teams für Natur und Umwelt. Treffpunkt ist am Sonntag, 17. August 2014 um 10 Uhr das Forsthaus Almen an der B 460 östlich des Fürther Ortsteils Weschnitz.
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