Geldstrafe für Sekundenschlaf mit tödlichen Folgen

DARMSTADT.

Nach einem Sekundenschlaf mit tödlichen Folgen hat das Landgericht Darmstadt einen Autofahrer zu einer Geldstrafe von 1800 Euro und drei Monaten Führerscheinentzug verurteilt. Die Kammer habe dem 24-Jährigen zugutegehalten, dass seine Übermüdung von einem Feuerwehreinsatz herrühre und nicht etwa von einem nächtlichen Discobesuch, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Das Gericht blieb damit in dem Berufungsverfahren deutlich unter dem Strafmaß der Vorinstanz von neun Monaten Haft auf Bewährung. Die Geldstrafe ist aufgeteilt in 120 Tagessätze zu je 15 Euro.
Der Autofahrer war im Mai 2010 in der Nähe des südhessischen Bürstadt eingeschlafen und auf gerader Strecke ungebremst mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt. In diesem starb der Beifahrer, der Fahrer erlitt Prellungen und Blutergüsse. Der 24-Jährige hatte Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Lampertheim vom April diesen Jahres eingelegt. Dieses hatte die Ansicht vertreten, mit Blick auf das Leid der Opfer sei eine Geldstraße nicht mehr ausreichend (Az: 102 Js 27750/10).
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