Trebur: Kein Schwimmbad-Wetter in den Ferien

HALBZEITBILANZ Besucherzahl fällt niedrig aus / Kurs-Angebote werden gut genutzt

Die Halbzeitbilanz der Badesaison 2011 im beheizten „Fritz-Becker-Bad“ fällt mit bisher rund 32 000 Besuchern bescheiden aus. Wenn man wie Schwimmmeisterin Elke Sparkuhl aus langjähriger Erfahrung weiß, dass die meisten Gäste vor Beginn der Sommerferien gezählt werden, gibt es auch für die nächsten sieben Wochen nicht viel Hoffnung, bis zum Ende der Saison die Zahl auf noch etwa 90 000 erhöhen zu können.

Den bisher größten Andrang gab es am 28. Juni mit 2 173 Besuchern. Am 27. Juni wurden 1 774 Badegäste gezählt, am 5. Juli 1 246. „Selbst wenn es im August richtig heiß werden sollte: Was bis jetzt fehlt, kriegen wird nicht mehr hin“, beurteilt Sparkuhl die Situation.

Viele Teilnehmer beim Kurs-Angebot

Mit Beginn des neuen Schuljahres Anfang August hätten die Kinder wieder weniger Zeit, auch nachmittags, was insbesondere mit der Ganztagsbetreuung in der Mittelpunktschule (MPS) zu tun habe. Das sei erstmals vor den Ferien zu spüren gewesen. Schüler, die früher gegen 14 Uhr ins Schwimmbad gekommen seien, würden - wenn überhaupt - nach 16 Uhr eintreffen. Zudem gehe nach den Ferien auch der Vereinssport für die Kinder und Jugendlichen wieder los. Sehr gut frequentiert waren die diversen Schwimm- und Ferienkurse, die im Freibad angeboten werden. Schwimmkurse für Kinder, die vormittags angeboten werden, könnte man immer gleich mehrere anbieten, erzählt Elke Sparkuhl. 14 Buben und Mädchen haben das „Seepferdchen“ gemacht, in Bronze-, Silber- und Goldkursen wurden Frei-, Fahrten- und Jugendschwimmer absolviert. Ein Kraulkurs für Fortgeschrittene hatte zwölf Teilnehmer.

Was derzeit noch läuft, ist Aqua-Fitness und Aqua-Jogging - zwei Kurse die sich ebenfalls sehr starker Nachfrage erfreuen und zusammen 60 Teilnehmer haben. Als Versuch gestartet, sollen sie weitergeführt werden. Weitere Nachfragen betreffen das Rückenschwimmen für Erwachsene und Kraulkurse für Anfänger. Diesen Service biete man auch gern an, allerdings müsse er sich auch mit dem regulären Betrieb vereinbaren lassen. Deshalb gibt es jetzt geänderte Öffnungszeiten dienstags und donnerstags bis 19 Uhr, um danach Kapazitäten für die Kursangebote zu haben.

Ein Höhepunkt der Saison war die Veranstaltung „Spaß un‘ Nass“, bei der auch das Wetter mitspielte und 3 500 bis 4 000 Besucher anlockte.

Glücklicherweise blieben alle Freibadbesucher bislang von schlimmen Unfällen verschont.

Auch das neue Kassensystem hat seine Bewährungsprobe bestanden. In diesem Zusammenhang dankt Elke Sparkuhl den Badegästen für ihre Geduld, wenn es am Einlass mal ein bisschen länger dauerte.

Als „gute Werbung“ betrachtet sie die einmalige Umtauschaktion der Zehnerkarten, die komplett ersetzt wurden. Allerdings gilt das nur für 2011.

Wieder mit an Bord ist die Fachangestellte für Bäderbetrieb Liane Jörs, früher Hartwig, die aus der Elternteilzeit zurück ist und zusammen mit Class Schaub und dem Ron Lasl, Auszubildenden im ersten Jahr, das Team komplettiert. An einem der wenigen sommerlichen Dienstage machte man viele Badegäste glücklich, als man die Schließung spontan um eine Stunde verlängerte, weil kein Kurs stattfand. „Die Besucher jubelten vor Freude wie bei der Fußball-WM“, hat es Elke Sparkuhl noch genau im Ohr.
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