ungerechte Welt

Da sind doch jetzt in Würzburg zwei Ganoven zu zehn und neun Jahren Haft verurteilt worden, weil sie Heroin zwischen Gummibärchen versteckt hatten.

; mehreren Tonnen Gummibärchen mussten 10 Kilogramm Heroin ertragen. Das ist eine gewaltige Menge und ich mag mir gar nicht vorstellen, wieviele Jugendliche - ja manchmal sogar Kinder - von diesem Zeug verschont geblieben sind. Gut, die Gummibärchen werden wohl unter die Leute geraden, obwohl die auch nicht gerade gesund sind, aber das ist ein anderes Thema.

Um Drogen ausfindig zu machen, wird viel Einsatz betrieben, erst am 21.12.2013 hat ein Polizeihund drei Kilo Amphetamin erschnüffelt, und auch in Bad Kissingen wurde man in den letzten Tagen fündig, als ein Großraumtaxi auf den Kopf gestellt wurde. Nachdem dort Drogen gefunden wurden, nahm mn zwei Menschen fest, um danach zügig ihre Wohnungen zu durchsuchen. Mit Erfolg, sogar eine kleine Aufzuchtanlage konnte eindrücklich besichtigt werden. Grundsätzlich ist es gut und richtig, Drogenhändler ausfindig zu machen und sie hart zu bestrafen.

Ich würde mir nur wüschen, dass - wenn man als Privatmensch anruft - genauso fleißig ermittelt und geschützt wird. Doch da kann ich nur sagen; Fehlanzeige. Gestern - an einem Tag, wo man eigentlich nichts Böses erwarten sollte, war ein neu zugezogener Freund von mir abends in einer Nachbarstadt unterwegs in seine Wohnung. Plötzlich hielt ihm wie aus dem Nichts jemand eine Waffe unter die Nase. Geistesgegenwärtig hüpfte der Freund hinter einen Busch und rief die Polizei. Die waren auch schnell da. Nachdem sie dem Menschen die Waffe abgenommen hatten und meinten, der wäre bekannt und ein wenig "gaga", fuhren sie wieder, ohne ihn mitzunehmen. Strafanzeige wurde gestellt, aber das war es auch. Es stellte sich übrigens heraus, dass der Gute in der Nähe meines Freundes wohnt.

Wie wäre es mit einer Wohnungdurchsuchung? Hat doch im Drogenfall auch prima geklappt! Gut, es muss mit der Staatsanwaltschaft Rücksprache wegen der Durchsuchung gehalten werden, aber wo ist das Problem? Wer eine Waffe hat, besitzt oftmals nicht nur diese, wie viele Fälle - wo die Täter vorher auch schon oft bekannt sind - zeigen.Und dann die Aussage, er wäre etwas "gaga" und bekannt. Gerade psychisch Kranke mit Waffen sind unberechenbar.
Mein Freund ist jetzt jedenfalls erst einmal bedient. Ich finde es bedauerlich, dass immer mehr Menschen zu Privatschutz oder Detektiven greifen müssen, um ihrem Recht Gehör zu verleihen (Bericht einer Observation). Gegen Schwarzarbeit, Diebstahl am Arbeitsplatz oder Lohnfortzahlungsbetrug wird doch inzwischen kaum noch ermittelt, es sei denn, es handelt sich um einen "grossen Fisch". Hier hilft nur Eigeninitative; wer den passenden Geldbeutel hat. Letztlich steht einmal mehr drunter, dass Ottonormalverbraucher sehr oft alleine da steht, melden sich jedoch bekannte Persönlichkeiten oder grosse Firmen, ist Hilfe schnell da.
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