Der „Rocket Man“ – einer von Vielen oder ein echter Gewinner?

Andreas Kümmert gewann 2013 mit einer hervorragenden Stimme bei „The Voice“. Beim ihm stand tatsächlich die Stimme im Mittelpunkt, er war weder besonders herausgeputzt, noch glänzte er mit einem stahlgestärkten Körper. Er war eine wohltuende Ausnahme von den ganzen Möchtegernmodepüppchen und gewann vielleicht gerade deswegen; seine Stimme war tatsächlich gut!

So wie der „Rocket Man“ – ein Spitzname, den er seinem vorgeführten Song von Elton John zu verdanken hat – in der Show auftrat, möchte er auch seinen weiteren multimedialen Werdegang angehen; ruhig und ohne hochmütig und stolz zu werden. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, denn öffentliches Interesse hat mit Bescheidenheit nicht allzu viel zu tun. Das hat er wohl die letzten Tage auch doppelt und dreifach zu spüren bekommen, als er in Hamburg kurzfristig ein Konzert absagte und viele Fans vor einer geschlossenen Halle standen. Hier war das Management eindeutig überfordert; die Fans wurden sich selbst überlassen.

So werden aus gewonnenen Fans verlorene Fans, da wird nicht lange gefackelt! Wer nach oben möchte, braucht leider auch den nötigen Background, eine eigene Website reicht hier einfach nicht aus, auch wenn sie vielleicht von einer Agentur designt wurde.

Andreas Kümmert macht in seinem ganzen Auftreten allerdings deutlich, dass er auf Ruhm nicht so viel Wert legt; schon der Auftritt bei „The Voice“ wird auf seiner Website quasi gar nicht erwähnt. Stattdessen ist sein Werdegang mit der Melancholic-Grunge-Band “Silent Cry”, aufgezeichnet, mit der er mehrere Nachwuchspreise ergatterte.

Man darf gespannt sein, ob Kümmert es schafft, sich treu zu bleiben und dem Medienrummel nicht allzu viel Bedeutung beimisst. Allerdings muss er sich dann bewusst sein, wie er seinen Lebensunterhalt verdienen möchte. Wer sich voll und ganz auf die Öffentlichkeit stützt, muss alles geben was er hat – auch sein privates Leben ist dann nicht mehr privat. Wer jedoch einen Beruf hat und nur ab und an seine Lieder zum Besten geben möchte, ist finanziell auf Fans nicht angewiesen.
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