Eine Druckerei sieht Grün und bekommt dafür vielleicht EMAS AWARD

Eine Druckerei soll den deutschen EMAS – AWARD bekommen?!

Klingt irgendwie nicht so richtig glaubwürdig denn jeder weiß, wie viel Schmutz allein durch Drucker in die Luft gepustet wird und wie umweltbelastend die Papierherstellung ist. Hört sich alles nicht so nach einer guten Auszeichnungsgrundlage an, vor allem, da es sich um einen Umweltpreis handelt. Also was ist an dieser Geschichte dran.

In Reinheim (Hessen) gibt es eine schicke Druckerei, die von außen betrachtet - wie man es erwartet - eine ganz normale Druckerei ist, aber guckt man hinter die Kulissen, wird man schnell überrascht sein. Dieser mittelständische Familienbetrieb zeichnet sich dadurch aus, dass er unter anderem 100% umweltfreundlich und 100% klimaneutral arbeitet. Im ersten Moment scheint es zu schön um wahr zu sein, aber genau deshalb ist die Druckerei Lokay für den EMAS – AWARD empfohlen worden. Und dieser Betrieb passt genau in das Motto der diesjährigen EMAS – AWARDS. Dies lautet nämlich „Öko- Innovationen als Beitrag zur Verbesserung der Umweltleistung“.

Unter anderem passt Lokay da rein, weil sie eine der ersten klimaneutralen Druckereien Deutschlands ist. Dazu zählt, dass alle Maschinen schon seit einigen Jahren ohne den klimaschädlichen Isopropylalkohol in Betrieb sind, und die Firma gehört zu den wenigen zehn Prozent, die nur mit mineralölfreien Bio-Druckfarben drucken.

Eigene Ideale

Es ist aber nicht nur so, dass sich das Familienunternehmen schlau über umweltfreundliche Materialien gemacht und dann eingesetzt hat, sondern sie sind noch einen Schritt weiter gegangen. Sie haben eine eigene Papierkollektion herausgebracht. Hierbei handelt es sich natürlich um ein Umweltpapier, und es war noch dazu das erste dieser Art in ganz Europa.

Bei so viel persönlichem Einsatz im Bezug auf Natur und Mensch ist es nur verständlich, dass Vereine ,die genau das im Blick haben, auf die kleine Druckerei in Hessen aufmerksam geworden sind und diesen Einsatz auch honorieren. Dem Firmenchef geht es aber nicht darum berühmt zu sein, sondern er hat das Motto seiner jungen Familie „Naturkostladen statt Discounter″, so gut wie möglich mit in seinen 1992 gekauften Betrieb übernommen.

Hut ab…

…kann ich da nur sagen! Wer viel druckt – Laserdrucker stehen zu Jedermanns Leidwesen ja heutzutage an jeder Büroecke – kennt die Kosten und den gesundheitsschädlichen Gestank. Ich selber versuche die Kosten und auch die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten,indem ich Refill Toner kaufe. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass sie schneller kaputt sind, wie neue Toner, da nur neue Farbe eingefüllt wird. Doch dieses Risiko ist es wert und bisher ist es mir erst einmal passiert, dass ein Toner nach kurzer Zeit streikte.
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