Von Gustavsburg in alle Welt - ‚Global Business‘ und das TIGZ

Ginsheim-Gustavsburg: TIGZ Gustavsburg | Bei minus 30 Grad im strengen finnischen Winter wurde die Idee geboren - eine Videokonferenz zwischen dem TIGZ Gustavsburg und der Hochschule in Oulu zum Thema ‚Global Business‘. Salla Korhonen, Regionalmanagerin in Oulu/Finnland und Gabriele Fladung, Geschäftsführerin der TIGZ Technologie-, Innovations- und Gründerzentrum GmbH in Ginsheim-Gustavsburg arbeiten seit vielen Jahren zusammen. In ihrem Hochschulkurs ‚Global Business‘ präsentiert Salla Korhonen ihren Studenten u.a. die internationale Arbeit des TIGZ.

Internationale Geschäftsbeziehungen prägen von jeher den Firmensitz Gustavsburg. Das TIGZ Gebäude wurde 1900 von MAN als Verwaltungsgebäude errichtet. Das seit 150 Jahren in Gustavsburg ansässige MAN-Werk Gustavsburg exportierte von hier aus Produkte in alle Welt: die Galata Brücke in Istanbul, die Brücke über den Hoangho in China, die Brücke im Hafen von Sydney kamen aus Gustavsburg, ebenso wie Theateraufbauten in Sofia und Ankara. Ein Radioteleskop für Australien, die größte Aufzuganlage der Welt für ein dänisches Krankenhaus und die Startanlage für die europäische Ariane-Rakete zählen zu den technischen Meilensteinen aus Gustavsburg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Internationalität prägt auch heute noch die Arbeit im Haus. Ein gutes Viertel der Unternehmen im TIGZ hat ausländische Wurzeln und/oder arbeitet eng mit internationalen Geschäftspartnern zusammen. Das Ingenieurbüro energy solutions von Willi Hornick berät weltweit Bauvorhaben großer Hotelanlagen und Krankenhäuser in Fragen rationeller Energieanwendung sowie in der Gebäude- und Versorgungstechnik. Tigo energy, gegründet im Silicon Valley, führt seine Produkte zur Effizienzsteigerung von Photovoltaikanlagen von Gustavsburg aus in den europäischen Markt ein. Der Notfalllogistiker Kafis logistics transportiert schnell und zuverlässig dringend benötigte Materialien, Papiere, Unterlagen in den Regenwald, zum Schiff im Panamakanal oder in ein südafrikanisches Hotel.

46 Studenten aus 19 Ländern dieser Welt, aus Amerika, Afrika, Asien und Europa im Alter zwischen 19 und 36 interessierten sich für die finnische Vorlesung ‚Global Business today‘. Der Großteil diese Studenten plant später einmal im Ausland tätig zu sein. Und so interessierten sie sich für die Metropolregion Frankfurt RheinMain mit ihren mehr als 5,5 Millionen Einwohnern verteilt auf 468 Städte und Gemeinden in der Menschen aus 195 Nationen leben. Sie wollten wissen, welche Sprachkenntnisse beim Arbeiten in Deutschland erforderlich sind. Und sie interessierten sich für die Haltung der Deutschen in der aktuellen krisenhaften Situation der Europäischen Union.

Die Videokonferenz war ein weiterer Baustein in der langjährigen Zusammenarbeit von Salla Korhonen mit dem TIGZ. Ihre erfolgreiche Kooperation begann mit einem dreijährigen europäischen Projekt zur Stärkung wissensbasierte Unternehmen. Desweiteren organsierten und begleiteten sie Kooperationsbesuchen zwischen finnischen, estnischen und deutschen Unternehmen im Auftrag des Bundeswirtschaftministeriums. Und mit diesen Projekten ist die Kooperation keineswegs beendet, darin sind sich alle Beteiligten einig.
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