Anzahl der Waffenbesitzer in Hessen sinkt

Südhessen. Der Amoklauf von Winnenden jährt sich nunmehr zum fünften Mal und es wird deutlich sichtbar, dass dieses Ereignis uns Deutsche nicht nur erschüttert, sondern auch wach gerüttelt hat.

Seit dem tragischen Vorfall am 11 März 2009 wurden die Waffengesetze deutlich verschärft und Waffenbesitzer vermehrt kontrolliert. Auch gaben viele ihre Stücke freiwillig ab und waren somit Teil einer Bewegung, in der sich die Zahl der Waffenhalter um einiges verringerte. Im Main-Taunus-Kreis beispielsweise hat sich die Zahl der Waffenbesitzer nahezu halbiert (von 39.500 auf 17.925), am stärksten dezimierte sie sich im Kreis Darmstadt-Dieburg von circa 9.000 auf 3.886, die meisten Waffen gibt es zur Zeit im Vogelsberg (121 private Schusswaffen auf 1.000 Einwohner). In Kreisen wie dem Schwalm-Eder-Kreis (113 auf 1.00 Einwohner) oder Hersfeld-Rothenburg (110 auf 1.000 Einwohner), folglich eher in ländlichen Kreisen mit traditionellen Jägern und Schützenvereinen, sind ähnlich viele Waffen vertreten. In hessischen Großstädten sind Schusswaffen (legal) weniger verbreitet. So sind in Frankfurt nur 31 pro 1.000 Einwohner, Kassel 34, Offenbach 35, Wiesbaden 50 und Darmstadt 36 registriert.

All diese Zahlen erfasst das NWR (Nationale Waffenregister), welches ebenfalls als Konsequenz aus Winnenden entstand. Durch diese Erneuerung ist nun einfach und schnell prüfbar, welche Waffe wo und auf wen angemeldet ist. (jw)
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