Enkeltrickwelle schwappte erneut über Darmstadt

79-jähriger Mann übergibt Betrügerin 15.000 Euro - Polizei warnt

Darmstadt. Erneut schwappte eine Enkeltrickwelle über Darmstadt. Am Donnerstag (14.11.2013) erhielten neun meist im Rentenalter befindliche Menschen Anrufe so genannter Enkeltrickbetrüger (wir haben mehrfach berichtet). Bedauerlicherweise fiel ein 79-jähriger Mann auf eine Anruferin herein, da er sicher glaubte, eine Bekannte am Telefon erkannt zu erhaben. Die "Bekannte" gab an, bei einem Notar zu sitzen und dringend für einen Wohnungskauf 15.000 Euro zu brauchen. Sie schickte dem arglosen Mann ein Taxi, das ihn zu einem Geldinstitut am Luisenplatz fuhr, wo der Rentner das Geld von seinem Konto abhob. Auf die Nachfrage einer Bankmitarbeiterin, der dieses Verhalten verdächtig vorkam und ihm riet, so viel Bargeld besser zu überweisen, versicherte ihr der Mann glaubhaft, es ganz dringend für einen Handwerker zu benötigen. So fuhr der Mann mit dem Taxi zurück zu seiner Wohnung, wo er kurz darauf erneut einen Anruf seiner angeblichen Bekannten erhielt, die ihm mitteilte, dass sie nicht selbst kommen könne, um das Geld abzuholen. Eine angebliche Mitarbeiterin des Notars holte die 15.000 Euro dann ab. Erst später kamen dem Mann Zweifel und er verständigte die Polizei. Jetzt ermittelt das Kommissariat 24. Die Beamten warnen immer wieder vor diesem miesen Trick und raten erneut, niemals ohne sich vorher bei einer weiteren Vertrauensperson informiert zu haben, auf telefonische Geldforderungen einzugehen. Nur von Angesicht zu Angesicht besteht Sicherheit darüber, ob es sich tatsächlich um einen in einer finanziellen Notlage befindlichen Verwandten oder Bekannten handelt.

Der Schwindel würde bei einem persönlichen Erscheinen des Anrufers auch sofort auffliegen. Daher sollten spätestens wenn Ihr Verwandter oder Bekannter nicht selbst zur Geldübergabe erscheinen kann, sämtliche Alarmglocken bei Ihnen schrillen. (Polizeipräsidium Südhessen)
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