EVO unterstützt Hospiz-Stiftung - Jetzt mehr als 200.000 Euro Stiftungskapital / Heim: „Stationäre Einrichtung im Kreis notwendig“

v.l.n.r. Dr. Nikos Stergiou Stiftungsvorsitzender, CEO Heike Heim, Rotary Präsident Lothar Mark (Foto: Rotary Club Rodgau/EVO)
OFFENBACH/RODGAU. Als erster Energieversorger der Region beteiligt sich die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) an der Hospiz-Stiftung Rotary Rodgau. Die Stiftung will im Kreis Offenbach ein stationäres Hospiz für 12 Betten errichten. Bisher existiert keine solche Einrichtung im Kreisgebiet. Die EVO beteiligt sich mit 20.000 Euro an dem Projekt, wie die EVO-Vorstandsvorsitzende Heike Heim berichtete. Damit steht der Stiftung ein Jahr nach Gründung bereits ein Kapital von mehr als 200.000 Euro zur Verfügung.

Die EVO wünscht den Initiatoren – der Hospiz-Stiftung Rotary Rodgau – gutes Gelingen bei dem ambitionierten Projekt. „Weil insgesamt eine Million Euro gesammelt werden müssen, hoffen wir natürlich auf möglichst viele Nachahmer aus den Reihen von Unternehmen und Privatleuten in Stadt und Kreis Offenbach, sagte Frau Heim bei der Scheckübergabe. Sie wertete das Projekt als notwendig: „Für uns ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, das private Engagement mit einer Dotierung zu unterstützen.“

Nach Worten von Nikos Stergiou, dem Stiftungsvorsitzenden, bringt die EVO mit ihrer Unterstützung weitere Dynamik in das Projekt. Für die Bürger im Kreis gibt es ihm zufolge derzeit keine befriedigende Versorgungslage. Es existierten lange Wartelisten in den entsprechenden Einrichtungen in der Umgebung. Außerdem müssten die Bürger lange Fahrtwege zu den Hospizen in Frankfurt, Darmstadt, Hanau oder Alzenau in Kauf nehmen. Durch den Impuls der EVO werde es der Stiftung gelingen, bis zur Jahresmitte 250.000 Euro zu sammeln, was rund ein Jahr nach Startschuss für das Projekt „ein schöner Erfolg“ sei, berichtete der ärztliche Direktor der Asklepios Klinik in Seligenstadt.

Stergiou berichtete auch über die erfreuliche Resonanz bei den Gesprächen mit den Kreiskommunen. Einige Zusagen wie etwa aus Seligenstadt oder Rodgau seien bereits eingegangen, keine einzige Kommune habe die Notwendigkeit des Vorhabens bestritten.

Der Präsident der Rodgauer Rotarier Lothar Mark erwartet, dass die Zahl der Sterbefälle in den nächsten 15 Jahren demographiebedingt im Kreis von 4.000 auf 6.000 Personen ansteigt. Neben den 13 Kreiskommunen, dem Kreis und den Unternehmen rechnet er mit weiteren Unterstützungen von privaten, kirchlichen und caritativen Einrichtungen. Mit Mission Leben sei ein Betreiber gefunden, der im Bereich der Altenpflege eine große Expertise mitbringt. Er erwartet rund 2 Millionen reine Baukosten, wovon je eine Million von der Hospiz Stiftung Rotary Rodgau und der Stiftung Initiative Werte Stipendium fließen soll. Im Jahr 2017 soll es dann mit dem Spatenstich losgehen. (EVO)
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