Fluglärmstreit spitzt sich weiter zu!
Es war die vierte Montagsdemonstration am Frankfurter Flughafen. Nach Schätzungen der Veranstalter kamen diesmal 3.500 Menschen im Terminal zusammen, die Polizei sprach von rund 2.000 Menschen. Das wären dann aber weniger als bei der Demo vor einer Woche am 28.November.
Organisiert werden die Proteste von einem Bündnis der Bürgerinitiativen, das sich gegen den Betrieb der neuen Landebahn einsetzt und für den Flughafen ein dauerhaftes Nachtflugverbot einfordert.
An diesem Montag-Abend (5.Dezember) fielen die Proteste wegen einer Auflage des Ordnungsamtes allerdings etwas weniger ohrenbetäubend aus: Das Bündnis war von der Stadt aufgefordert worden, auf Trillerpfeifen, Vuvuzelas, Sirenen und Drucklufthupen zu verzichten. Behörde und Fraport sorgen sich um die Kommunikation im Ernstfall.
"Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Menschen in der Region durch den Fluglärm gestört werden", sagte Fraport-Sprecher Mike Peter Schweitzer. "Aber am vergangenen Montag waren teilweise auch die Lautsprecherdurchsagen im Terminal nicht mehr zu hören." Das wirke sich aus auf die Sicherheit von Mitarbeitern, Demonstranten und Passagieren.
Inzwischen werden die Montagsdemonstrationen immer mehr zum politischen Spielball. So stärkte die Opposition im hessischen Landtag den lärmgeplagten Anwohnern den Rücken. Nach Ansicht der Grünen wird der Streit um den Fluglärm zum beherrschenden Wahlkampfthema im Rennen um das Frankfurter Rathaus im kommenden März.
Aber auch Flughafenbetreiber Fraport zeigte Verständnis für die Empörung und sagte erneut zu, möglichst rasch Abhilfe durch Schallschutz- und Aufkaufprogramme für Häuser zu schaffen.

