Gernsemer Weiberfastnacht 2013

Präsidentin Christiane Müller zog mit ihren Putzweibern pünktlich um 19.11 Uhr in den Saal der Stadthalle und stellte gleich zu Beginn fest „eine schöne Frau kann nichts entstellen“. Die Putzkolonne sei schwer vermittelbar, erklärte Irmgard Weichsel als Dame vom Arbeitsamt, stellte aber fest, „als Elferrat sind sie Spitze“. Mini-, Jugend- und Große Garde stellten ihr tänzerisches Können gerne unter Beweis und die Showtanzgruppe nahm dem weiblichen Publikum schnell die Angst vor Fledermäusen. Frau und Mann auf Autofahrt geht selten gut, bewiesen „Gerdda und Hoinz“, alias Christiane Müller und Nina Kneissl, und bemerkten, dass Autos auch Variant heißen, weil der Motor mal vorne und mal hinten wäre. Lachsalven begleitete die Tussis vom Bau, die ihren Chef schier um den Verstand brachten und genau wußten, wie sie sich den Feierabend gestalten. Pia Strubel erzählte vom Kampf mit Sprachcomputern, die sie leider nicht immer so verstehen wollen. Kein Halten war mehr als „acht prachtvolle, wunderschöne Männer“, so die Ankündigung der Präsidentin, mitsamt goldgelocktem Amor im hautengen Ganzkörperkostüm die Bühne stürmten und tänzerisch die Hüllen fallen ließen. Männer sin ja eh Mangelware auf der Weiberfastnacht, sind nur als „Reckwisitter, Oischenger, Uffbasser un Technigger“ zugelassen. Eine Ausnahme war in diesem Jahr einzig noch Pfarrer Eisert und Ritter Alexander I. von Eul, der deutlich machte, dass er nun am Ziel seiner fastnachterischen Träume sei und endlich mal die Weiberfastnacht mitfeiern dürfe, bevor er singend gestand „In unsrer Stadt fühl ich mich wohl, ich bin so gern e Eil“. Nach einer kurzen Pause brachte auch Gabi Müller das närrische Publikum mit „Und morgen früh küss ich dich wach“ wieder in Stimmung und die Frauen tanzten ausgelassen vor der Bühne. „Völlig losgelöst“ schwebte bei der Playbackgruppe zur Neuen Deutschen Welle nicht nur das Raumschiff des Major Tom, sondern die ganze Stadthalle. Die Bauchrednerpuppe Willi (Bea Moser) lieferte sich mit Irmgard Weichel einen Schlagabtausch und gab allerhand Ungezogenheiten zum Besten. Margit Schanz-Strosche klagte „Mir Frauen hen werklisch en schwere Stand“ und stieß damit auf offene Ohren. Die Stimmung blieb durchgängig auf dem Höhepunkt und trieb zum Finale noch die Piratinnen der „Pink Pearl“ nach ihrer musikalischen Weltreise wieder sicher in den Gernsemer Hafen. Natürlich wurde dann auch noch im Foyer mit ordentlich Halli-Galli die Nacht zum Tag gemacht und die Lichter in der Stadthalle wurden erst spät gelöscht.
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