Lügen lohnt sich nicht

Erst Opfer dann Gesuchter

Zwingenberg / A 5. Dass sich Lügen nicht lohnt, musste ein Lastwagenfahrer am Dienstagnachmittag (03.12.2013) gleich mehrfach feststellen, nachdem er eine haarsträubende Geschichte erfunden hatte. Nicht nur, dass der Mann sich jetzt in einem Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten muss und ihm auch eine fristlose Kündigung seines Arbeitgebers droht, zu guter Letzt ist der 42-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt gelandet.

Gegen 16.30 Uhr meldete sich der LKW-Fahrer bei der Polizeiautobahnstation Südhessen und gab an, dass er bei einem kurzen Stopp hinter der Autobahnauffahrt Zwingenberg auf der Autobahn 5 ausgeraubt worden wäre. Zwei Männer hätten ihn bedroht und ihm 950,- Euro geraubt. Bei der Vernehmung des Fahrers stellten die Beamten fest, dass gegen den 42-Jährigen ein Vollstreckungshaftbefehl wegen Betruges bestand. Um eine Einlieferung ins Gefängnis abzuwenden, erklärte sich der Chef des Fahrers bereit, die im Haftbefehl geforderten 1927,- Euro zu zahlen. Noch bevor der Chef bei der Polizeiautobahnstation in Darmstadt eingetroffen war, fanden die Ermittler im LKW des Fahrers die angeblich geraubten 950,- Euro in einem Versteck im Führerhaus.

Aus dem Geschädigten wurde sodann ein Beschuldigter, dem auch sein gutmütiger Chef nicht mehr helfen wollte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, wurde der 42-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, da er die geforderte Geldstrafe nicht eigenständig begleichen konnte. Hier wird er die nächsten 90 Tage verbringen müssen. (Polizeipräsidium Südhessen)
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