Mit einbeinigem Roboter und Universalnetzteil zum Erfolg

14 talentierte Jungforscher aus Hessen qualifizieren sich für das
50. Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Für den 50. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hessen qualifiziert. Die Landessieger 2015 wurden gestern in Darmstadt ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Merck KGaA, präsentierten 70 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 35 Forschungsarbeiten. Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Michelle Naas (16), Duo Andreas Qiu (18) und Kay Rübenstahl (18) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel.

Die drei entwickelten ein Testverfahren zum einfachen und schnellen Nachweis des Stoffes Melamin. Dieser wird häufig als Kunststoff in Plastikgeschirr oder Küchenhelfern verwendet und kann bei großer Hitze in die Lebensmittel übergehen. Im Fachgebiet Biologie überzeugten Steffen Mansfeld (16), Felix Mujkanovic (16) und Stefan Tauchnitz (17) von der Main-Taunus-Schule in Hofheim die Jury. Die Jungforscher stellten sich die Frage, welche Auswirkungen das Nanomaterial Titanoxid, das in Kleidungsstücken, Zahnpasta oder Wandfarben verwendet wird, auf die Umwelt hat.

Christian Brudy (17), Elias Chalwatzis (18) und Daniel Crusius (17) vom Goethe-Gymnasium in Bensheim siegten im Fachgebiet Chemie. Auf der Suche nach Alternativen zum herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku untersuchten sie wässrige Akkusysteme auf der Basis von Elektrolyten. Im Rahmen ihrer Analyse der optimalen Ladebedingungen und möglichen Vor- und Nachteile stellten sie besonders gute Ladekapazitäten des Systems fest. Landessieger im Fach Geo- und Raumwissenschaften wurden Patricia Asemann (16) und Robin Heinemann (15) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel mit einer selbst entwickelten Simulation zur Entstehung von Planetensystemen. Mit dieser können aktuelle Fragestellungen zur Entwicklung des Sonnensystems untersucht werden. Wie viele Beine braucht ein Roboter, um sich fortbewegen und stabil stehen zu können? Diese Frage stellte sich Anselm von Wangenheim (18) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel. Mithilfe eines mathematischen Modells, einer Simulation und eines praktischen Modells konnte der Physik-Landessieger nachweisen, dass ein Roboter sich mit einem einzigen Bein im Gleichgewicht halten kann. Im Fachgebiet Technik siegte Philipp Jochum von der Elisabethschule in Marburg mit seinem intelligenten Universalnetzteil. Die Entwicklung des 14-Jährigen ermöglicht den Anschluss verschiedener Geräte und macht damit die Nutzung unterschiedlicher Netzteile überflüssig.

Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Birk Magnussen (14) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel. Der Jungforscher entwickelte eine Steuerung für das Energiemanagement in einem Einfamilienhaus. Sein System ist kostengünstig und auch für Laien programmierbar.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 50. Bundesfinale vom 26. bis 30. Mai 2015 in Ludwigshafen statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der BASF als Bundespatenunternehmen.

(Stiftung Jugend forscht e. V.)
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