Sicher parken für Ü-60
Parkplätze nach Kategorien gibt es bereits zahlreiche - ob Frauen, Behinderte, Familien mit Kinderwagen oder Anwohner, sie alle haben in Parkhäusern oder auch auf öffentlichen Parkplätzen Bereiche, die speziell für sie eingerichtet wurden und die ihnen das Parken erleichtern. Der Chef der Senioren-Union der CDU, Prof. Dr. Otto Wulff, fordert nun zusätzlich gesonderte Parkplätze für Senioren. Vor allem in Parkhäusern, die zu dunkel und deren Parklücken zu eng sind, sei das Parken für die ältere Generation stets eine Herausforderung. Da laut aktuellstem Demografiebericht der Bundesregierung mittlerweile jeder zehnte Raubüberfall an Senioren begangen wird, fordert Wulff mehr Sicherheit für eben jene. Diese soll durch besser beleuchtete Parkplätze, die möglichst nah am Ausgang liegen, gewährleistet werden. Bei den Betroffenen sind die Meinungen geteilt: Manche bejahen die Möglichkeit, sicher und bequem zu parken, während andere sich dadurch ausgegrenzt fühlen. Trotzdem scheint Wulff sich mit seiner Forderung durchzusetzen - einige Städte und Kommunen haben die Senioren-Parkplätze bereits eingeführt.


Ich finde, dass dies eine gute Idee ist, um unseren älteren Mitbürgern eine Menge Parkhausetagenfahrten durch enge (Architektenzollstock-)Durchfahrten zwischen oftmals unübersichtlichen Betonwänden, zu ersparen.
Wie viele Senioren tatsächlich in Parkhäusern Opfer eines Überfalls werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Wage aber zu behaupten, dass Senioren/innen mehr in Parks, auf Friedhofsparkplätzen und durch Fußgängerzonentricks geschädigt werden.
Notwendig sind die Senioren-Parkplätze aber meiner Meinung nach nur in diesen engen Parkhäusern, die dort stehen, wo ältere Bürger diese nutzen müssen weil sie z.B. in der Nähe von Ärzte- und Krankenhäusern stehen.
In z.B. Shopping-Centern, wo die Parkplätze hell, in Eingangsnähe und ausreichender Parkplatzbreite vorhanden sind, muss es wirklich nicht unbedingt sein.
Von den Parkhausbetreibern werden die Parkplätze oft sehr knapp in der Breite bemessen, damit rein rechnerisch viele Autos ins Parkhaus passen.
Das Gegenteil wird damit jedoch erreicht, denn viele Parkplätze können nicht genutzt werden, weil kein Auto mehr in einen Parkplatz rein passt.
Z.B. wenn die links und rechts parkenden schon an der Parkplatzbegrenzung parken müssen.
Zuletzt stellt sich mir noch die Frage: Wer entscheidet über das Alter?
Es gibt 70-jährige Autofahrer, die sind so fit wie ein 40-jähriger und 59-jährige, da hält man lieber Abstand, wenn sie sich in einem engen Parkhaus bewegen.
Wie soll es geregelt werden, dass kein "Junger" den Senioren-Parkplatz belegt?
Der Kontrolle von Behinderten-Parkplätzen kommt man ja schon nicht nach.
Es gibt noch einiges zu tun, bevor die Senioren-Parkplätze in die Realität umgesetzt werden können!
Fordern kann jeder, durchführbar sollte es aber auch sein und am Ende seinen Sinn erfüllen!