Stammtisch des Gewerbevereins

Ein Stammtisch des Gewerbevereins fand im TuS-Vereinsheim statt. Erster Stadtrat Rüdiger Mey dankte für die gemeinsame Kooperation und übermittelte die besten Grüße der städtischen Gremien. Roland Busch und Gerhard Krocker vom Vorstand hoben die Wichtigkeit des lokalen Klimaschutzes hervor. Im Rahmen des Stammtisches sollte es Impulse geben, um auch im Gewerbe Einspar- und Effizienzmöglichkeiten im Energiebereich aufzuzeigen.

Zunächst informierte Hans-Peter Hörr vom Umweltamt über die vielfältigen Aktivitäten der Stadt Griesheim. Bereits im Rahmen des Prozesses zur Lokalen Agenda 21 und der damit verbundenen „Klimaschutzinitiative“ wurden Mitte der 90’er Jahre in Griesheim allgemeine Zielsetzungen für die Energieeinsparung und die Reduktion des CO 2- Ausstoßes aufgestellt. Mit dem Beitritt der Stadt zum Europäischen Klimabündnis 2006 hat sich die Stadt konkreter verpflichtet. Die Energiewende sei, so Hörr, eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen. „Hier können alle Akteure aus Politik, Verwaltung, Gewerbe und Private gemeinsam lokal einen Beitrag leisten“. Im aktuellen Klimaschutzkonzept der Stadt findet sich daher auch als Maßnahme das energie- und ressourceneffiziente Wirtschaften der Unternehmen in Griesheim. Die Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein sei deshalb ebenso wichtig wie der „Griesheimer Energieexpertenpool“.

Sascha Gutzeit und Sarah Vock vom „RKW Hessen“, das speziell kleine und mittelständische Unternehmen berät, informierten über zwei Angebote im Bereich „Energie“. In der „Hessischen Initiative zur Energieberatung im Mittelstand“ sollen Einsparpotenziale im Unternehmen aufgespürt werden, denn mit einfachen Maßnahmen lassen sich Energiekosten senken. „Aber auch größere Investitionen zahlen sich sehr häufig nachhaltig aus“, hieß es. Mit den „Energieeffizienz Impulsgesprächen“ werden kostenlos erste Maßnahmenpläne im Unternehmen aufgestellt. Für beide Angebote stehen fachliche Ansprechpartner beim RKW Hessen für Unternehmen zur Verfügung.

Abschließend ging es noch um die Kooperation der Stadt Griesheim mit der Energiegenossenschaft Odenwald. Ziel sei es, so Hans-Peter Hörr, Griesheims Weg in das neue Zeitalter der „Erneuerbaren Energien“ mit konkreten Maßnahmen zu unterstützen. Genossenschaften lebten von konkreten Projekten. Die Stadt Griesheim nimmt deshalb eine aktive Rolle als Berater, Vermittler und Unterstützer ein und bringt Projekte selbst ein. Maximilian Bohr, Werkstudent von der EGO, stellte das Projekt „Haus der Energie“ vor. Im Griesheimer Gewerbegebiet soll Unternehmen die Möglichkeit eingeräumt werden, einen Standort durch Anmietung von Flächen zu finden. Das Baukastenprinzip der Hallenkonstruktion (Pulthalle) zeigte individuelle Möglichkeiten auf. Themenbereiche sind Energieeffizienz, Elektromobilität, Verkehrswesen, Bauen, Wohnen und Sanieren. Auch ist am Standort ein neuer städtischer Kindergarten geplant.
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