Was war los am Frankfurter Flughafen?
Tausende Demonstranten haben sich am Samstag im Frankfurter Flughafen versammelt, um gegen die zunehmende Lärmbelästigung in der Region zu protestieren. In der zentralen Abflughalle des Terminals Eins verursachten die Demonstranten ohrenbetäubenden Krach mit Trillerpfeifen und Sprechchören. Die Demonstraten kamen aus der gesamten Region. Es war die bisher größte Protestaktion im Flughafen. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 6.000. Die Veranstalter, ein Bündnis aus Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau, sprachen von 10.000 Menschen.
Es ist eisig vor der Abfertigungshalle am Frankfurter Flughafen. Tausende ficht das nicht an. Sie hüpfen im Rhythmus von "Hopp, hopp, hopp - Flughafen stopp" gegen Kälte und Fluglärm an. Im Chor verlangen sie lautstark: "Die Bahn muss weg." Immer wieder stimmen sie das Lied der Protestbewegung an: "Wir sind hier, wird sind laut, weil ihr uns die Ruhe klaut." Wir, das sind Familien, Großeltern, Mitglieder von Gewerkschaften, Kirchen, Naturschutzverbänden. Ihr, das sind Fraport und die hessische Landesregierung. Mit Trommeln, Trillerpfeifen, Kuhglocken, Keksdosen, Eimern und Rasseln sind die Menschen am Samstag an den Airport gekommen, um gegen Fluglärm zu protestieren.
Mit dem Slogan "Sound off Fraport" verlangen die Menschen vom Flughafenbetreiber, die umstrittene neue Landebahn stillzulegen. Dessen Mitarbeiter versuchen, mit Ohrstöpseln dem Krach im eigenen Haus zu entkommen. Der Betrieb läuft am Samstag trotz der Demonstranten ungestört. Die Demo löst schneller auf als geplant, der Frost treibt alle zurück nach Hause.
