Strom, Wärme und ganz viel Energie

Wer meint, schon alles rund um das Thema Energie zu wissen? In dieser Rubrik finden Sie viele spannende Geschichten, Infos, Tipps, Gewinnspiele und Aktionen rund um Strom und Wärme. So macht es Spaß, Geld zu sparen und gleichzeitig das Klima zu schützen.

1.000.000.000 € für erneuerbare Energien.

Für mehr als 1 Milliarde € bauen ENTEGA und ihr Mutterkonzern, die HSE AG, bis 2015 erneuerbare Energien aus. Im Fokus: Wind, Sonne und Biomasse. Zwei Energieexperten erzählen, wie sie die Energiewende vorantreiben.

Der Sonnenanbeter: Patrick Biehle ist zuständig für die PhotovoltaikAnlagen der HSE AG, des ENTEGA Mutterkonzerns.

„Wir von der HSE betreiben vier große Solarparks. Der größte in Thüngen im Kreis MainSpessart hat eine Leistung von knapp 19 Megawatt und ist so groß wie 54 Fußballfelder. Ein endloses Meer aus 85.000 Solarmodulen, die jedes Jahr Ökostrom für etwa 6.300 Haushalte liefern. Die nötige Erfahrung haben wir aber vor allem in kleineren, regionalen Projekten gesammelt. Unsere erste PhotovoltaikAnlage entstand 1999 auf dem Dach der Kreisberufsschule
Michelstadt. Als damals mit 25,8 Kilowattpeak größte Anlage in Südhessen erregte sie viel Aufsehen. Seither haben wir 129 Kleinanlagen in der Region installiert – auf Kindergärten, Schulen und Wohngebäuden. Ich kümmere mich um Ausschreibung, Bau und Betrieb. Bei der Überwachung der Anlagen hilft mir ein Computersystem, das wir gemeinsam mit der TU Darmstadt entwickelt haben. Stimmt etwas nicht, bekomme ich eine Störmeldung, frage telefonisch vor Ort nach und schicke gegebenenfalls einen Techniker raus. Ich war schon immer an neuen Technologien interessiert: Nach meiner Ausbildung bei der HSE
habe ich ein Brennstoffzellenprojekt mitbetreut, dann kamen die ersten Solaranlagen. Vor ein paar Jahren habe ich ein Holzständerhaus gebaut – mit Photovoltaik und Solarthermie auf dem Dach. Sein eigenes Solarkraftwerk zu haben, das ist ein gutes Gefühl.“


Der Pflanzenfreund: Michael Schlegel, Bauingenieur, ist bei der HSE zuständig für Biogas.

„Landwirte vergleichen eine Biogasanlage gern mit einer Kuh, die bei der Verdauung von Pflanzen mit Hilfe von Bakterien Energie gewinnt. Das gleiche Verfahren nutzen wir in unseren Biogasanlagen. Dort setzen wir Pflanzen ein wie etwa Mais, Grünroggen, Hirse, Gras, Zuckerrüben, Sonnenblumen oder auch Wildpflanzen, die beim Wachsen Energie in Form von Sonnenlicht speichern. Diese gespeicherte Energie wandeln viele Millionen nützliche Bakterien innerhalb der Biogasanlage durch Gärung in Biogas um.
Allein in der Biogasanlage in Semd, einer von drei Anlagen der HSE in der Region, entstehen so pro Jahr drei Millionen Kubikmeter Biogas. Landwirte aus der Umgebung säen, ernten und zerkleinern die Pflanzen und liefern sie dann an unsere Anlage. Wir verpacken die gehäckselten Pflanzen luftdicht mit Planen, damit sie gären. So entsteht Silage, die lange gelagert werden
kann. Die Bakterien in der Biogasanlage werden mit der Silage gefüttert. Tag für Tag wandeln sie dabei 35 Tonnen Silage in Biogas um. Sie arbeiten das ganze Jahr rund um die Uhr und sind so unsere fleißigen Mitarbeiter. Deshalb sorgen wir auch für beste Arbeitsbedingungen für die Bakterien: Sie bekommen immer die richtig dosierte Menge Futter und die Temperatur im Fermenter der Anlage halten wir konstant bei etwa 43 Grad. Das fertige Biogas speisen wir ins Erdgasnetz ein und bringen es dahin, wo es gebraucht wird:
zu den Blockheizkraftwerken in Unternehmen, in Wohnhäusern oder Siedlungen. Dort wird mit dem Biogas gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Die Wärme muss dann nicht weit transportiert werden, wenig Energie geht auf diese Weise verloren. Nach der Biogasproduktion bleibt ein hochwertiger Dünger übrig, den die Landwirte auf ihre Felder ausbringen. Die
klimaneutrale Energie vom Acker wird also besonders effektiv genutzt.
Meine Gespräche mit den Landwirten waren eine besondere Erfahrung für mich. Die Treffen fanden nicht etwa im Büro, sondern in der Dorfkneipe statt. Ich habe in den Gesprächen viel über ihre Arbeit und ihren Alltag gelernt. Dabei ist ein Vertrauensverhältnis entstanden. Nur so kann man gut zusammenarbeiten.“

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