Unter freiem Himmel schmeckt's am besten

Der Ursprung der deutschen Biergartenkultur reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. 1539 legte die bayerische Brauordnung fest, dass nur zwischen Ende September und Ende April gebraut werden dürfte.

Kein Bier im Sommer zu haben - das war auch schon damals unvorstellbar. Dies brachte die Brauer auf eine Idee: Sie legten Bierkeller an, um das im März und April gebraute Bier den Sommer über in kühler Umgebung lagern zu können. Zum Schutz vor der Sonne pflanzte man schattenspendende Kastanien- oder Lindenbäume an. Irgendwann wurde das ausgeschenkte Bier dann sofort unter den Bäumen getrunken - der Biergarten war geboren. In früheren Zeiten verfügten nur die klassischen Brauhäuser über einen Biergarten, heute bemüht sich jeder Gastronom darum, dass seine Gäste ihr Bier unter freiem Himmel genießen können. So unterschiedlich der Geschmack der verschiedenen Biere ist, so unterschiedlich sind auch die Gäste eines Biergartens. Jung und Alt, Männlein und Weiblein kommen kaum irgendwo schneller und ungezwungener in Kontakt als hier.

In der Innenstadt beispielsweise heißt es sehen und gesehen werden. Die Bistros, Cafés und Restaurants verbreiten oft mediterranes Flair. Aber auch die Eckkneipe bietet mit Tischen und Stühlen auf dem Bürgersteig ebenfalls ein Open-Air-Erlebnis. Auch nach einer Radtour ist eine Erfrischung im Biergarten genau das Richtige. Besonders bei hohen Temperaturen um die 40 Grad.

Der Wiesbadener Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst wetter.net erwartet in seiner Langfrist-Prognose einen überdurchschnittlich schönen Sommer 2011. Vor allem der Juli wird demnach teilweise sehr warm, in der zweiten Monatshälfte sind laut Jung Spitzenwerte bis nahe 40 Grad drin. Der Wetterexperte hat allerdings für alle Hitzeempfindlichen auch eine gute Nachricht parat: Wochenlange Hitzewellen seien nicht in Sicht, die sonnigen und heißen Abschnitte werden jeweils von kühleren Phasen unterbrochen. (djd/pt)
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