Aktionsnachmittag in Münster

„Ich freue mich, dass die örtlichen Vereine und die Bücherei in den Osterferien gemeinsam einen so vielseitigen Nachmittag für Kinder anbieten“, begrüßte Bürgermeister Walter Blank am vergangenen Mittwoch 18 Kinder im Münsterer Storchenschulhaus. Für einen Nachmittag waren bei den Jungen und Mädchen aus Münster und Eppertshausen alle Gedanken an das anstehende Ostereiersuchen verflogen, denn die spannenden Geschichten, die Büchereileiterin Jasmin Frank vorlas, zogen die kleinen Zuhörer in ihren Bann. Ob es informative Sachgeschichten aus der Reihe „Willi will’s wissen“ waren, oder die Erlebnisse des kleinen Paul, der einen Tag lang bei der Feuerwehr verbringen darf, die Kinder hörten begeistert zu und erzählten auch gerne selbst etwas. Jedes der Kinder wusste, wo es schon einmal gebrannt hatte und sie waren auch nicht überrascht, als sie erfuhren, dass die Feuerwehr noch viel mehr zu tun hat, als Brände zu löschen. Darüber informierten auch Stefan Schneider und Reiner Bader von der Freiwilligen Feuerwehr Münster gemeinsam mit zwei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die nicht nur viel erklärten, sondern die Teilnehmer des Aktionsnachmittages auch einiges erleben ließen. Feuerwehrhelme und -jacken konnten anprobiert werden und eine Fahrt mit einem Fahrzeug der Brandschützer stand auf dem Programm. Zudem berichtete die Jugendfeuerwehr über zahlreiche Aktivitäten wie Ausflüge, Zeltlager und Großübungen. Im Feuerwehrauto ging es dann von der Bücherei bis zum Museum an der Gersprenz, wo die Wagen zunächst einmal genauestens inspiziert wurden. Im Anschluss übernahmen Ernst-Peter Winter und Margarete Elster vom Heimat- und Geschichtsverein die Kindergruppe, und so tauchten die Kinder allesamt in die Vergangenheit von Münster ein. Elster erzählte den Jungen und Mädchen, dass das heutige Museum früher eine Mühle gewesen war und dass sie als Kind noch das Getreide zum mahlen dorthin gebracht hatte. „Wozu braucht man überhaupt ein Museum?“, wollte sie dann wissen und schnell streckten die Teilnehmer die Finger in die Höhe und ein Junge erklärte: „Damit man etwas über die Vergangenheit lernt!“ Das konnten die Kinder dann auch gleich machen, denn die Ausstellung über das Feuerlöschwesen zeigte nicht nur die Veränderungen bei der Freiwillige Feuerwehr auf, sondern auch der Menschen an sich. „Wie klein die Helme sind, die Leute hatten früher viel kleinere Köpfe als wir heute“, stellten die Jungen und Mädchen fest. Viele erkannten auf den zahlreichen schwarz-weiß Fotografien Gebäude, die noch heute in Münster zu finden sind und zu guter Letzt erlebten sie, wie anstrengend das Feuerlöschen früher einmal gewesen war: eine lange Löschkette wurde gebildet und der Ledereimer musste möglichst schnell von einem Ende des Ausstellungsraumes zum anderen transportiert werden – was auch ohne Wasser keine einfache Sache war. Nach über zwei Stunden Programm wurden die kleinen Teilnehmer von ihren Eltern wieder abgeholt und viele der Jungen und Mädchen fragten nach: „Wann macht ihr denn wieder mal zusammen eine so tolle Aktion?“ Deshalb sind sich Heimat- und Geschichtsverein, Freiwillige Feuerwehr und Bücherei einig: die erfolgreiche Zusammenarbeit soll fortgeführt werden.
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