Die Woche vor der Premiere von Bunbury

Heißt Ernst wirklich Ernst? - Tina Sopp und Holger Leichtweiß in der neuen Komödie der ZwiebelBühne "Bunbury".
 
Cecily's Unterricht bei Miss Prism - Tina Sopp und Heike Bialk in der neuen Komödie "Bunbury" der ZwiebelBühne
Griesheim: Bürgerhaus Zöllerhannes |

Diese Woche ging es heiß her bei der ZwiebelBühne

Die Woche vor der Premiere am Freitag ist angefüllt mit Licht- und Musikprobe, Kostümprobe, erster und zweiter Hauptprobe zu Wochenbeginn sowie Generalprobe am Mittwoch. Den Donnerstag hat das Ensemble zum Verschnaufen bevor am Freitagabend um 20 Uhr der Vorhang zu Oscar Wilde’s trivialer Komödie für ernsthafte Leute „Bunbury“ aufgeht.

Seit Juli arbeitete Regisseurin Kerstin Halla an dem Stück. „Es musste gelesen und in vielen Teilen auch gekürzt werden, ohne dass der Gesamtzusammenhang verloren geht. Damit verging ein Großteil der Zeit“, sagt Kerstin Halla. Das Bühnenbild ergab sich aus dem Textbuch, es war nur noch eine Frage der Anordnung. So spielt der gesamte erste Teil dieses Jahr komplett vor dem Vorhang. Schwieriger war es, geeignete Möbel zu finden: „Da wir das Stück zur Originalzeit spielen wollten, war es nicht so einfach, passende Möbel zu finden. Nach gründlicher Internetrecherche fiel die Wahl auf Chippendale-Möbel, die in der Zeit von 1750-1805 in England ihre Hochzeit hatten und die auch heute noch – zumindest als Nachbauten – recht gut zu bekommen sind. Auch ein Gründerzeitsofa und diverse Kaffeegedecke haben über eine große Versteigerungsplattform ihren Besitzer gewechselt“, so die Regisseurin.

Für die Kostüme aus jener Zeit ist Marion Ehses verantwortlich. „Auch hier gab das Internet die entscheidenden Hinweise“, so Kerstin Halla. „Der als „Late Victorian“ (spät viktorianisch) bezeichnete Kleidungsstil führte auf die Art der Kleidung von Queen Victoria zurück. Die Form der Röcke und Ärmel und auch der Hüte änderte sich in den Jahren 1860-1900 sehr rasch.“ Marion Ehses hat einige Stücke komplett neu nähen müssen, andere Kleider mussten aufgrund ihrer Grundform nur geändert werden. Allen Damenkleidern gemein z.B. sind Ärmel, die bis zum Ellbogen eng anliegen und danach weit auseinandergehen. Da die Damen zu dieser Zeit immer Hut trugen, mussten natürlich für jedes Kos-tüm auch noch passende Hüte angefertigt werden. Das übernahm Regisseurin Kerstin Halla selbst. „Ich hatte bereits letztes Jahr einen Riesenspaß daran, die Hüte für die „Ganzen Kerle“ zu basteln, da konnte ich dieses Jahr erst recht nicht widerstehen.“

Jetzt, kurz vor der Premiere ist sie sehr zuversichtlich: „Ich bin sicher, es wird den Zuschauern gefallen. Es ist mal was anderes und wir selbst haben bei den Proben viel gelernt und hatten sehr viel Spaß. Hoffentlich können wir diese Freude an das Publikum weiter geben. Die Vorverkaufszahlen scheinen ihr recht zugeben. Viele Karten wurden bereits durch das Ensemble verkauft, so dass am Freitag und den kommenden Wochenenden mit vielen Zuschauern zu rechnen ist.

Zwei Junggesellen, John, der auf dem Lande lebt und Algernon, wohnhaft in London, haben sich als Alibi für gelegentliche Ausflüge aus dem Alltagsleben zwei Phantasiefiguren mit Namen Ernst und Bunbury ausgedacht. Johns fiktiver jüngerer Bruder macht Schulden und begeht Schandtaten und muss daher vom älteren Bruder auf den rechten Weg geführt werden. Algernons Sorgenkind Bunbury mit seiner schwachen Gesundheit bietet einen guten Vorwand für dessen getarnte Vergnügungsreisen auf das Land.

Die Damen Cecily und Gwendolen haben beide nur ein Ideal: Einen Mann zu heiraten, der Ernst heißt. Denn in diesem Namen steckt das gewisse Etwas, das unbedingtes Vertrauen einflößt. Beide Herren sind bereit, sich für die sonderbaren Wünsche ihrer Angebeteten auf den ersehnten Namen taufen zu lassen.
Aber muss das wirklich sein?

Die Aufführungen finden am 12./13. April, 19./20. April, 26./27. April und am 04. Mai 2013 jeweils um 20 Uhr im Bürgerhaus Zöllerhannes in Griesheim statt. Eine letzte Nachmittagsvorstellung ist am 05. Mai um 15 Uhr zu sehen.
Der Eintritt beträgt am Veranstaltungsabend 12 Euro und im Vorverkauf 11 Euro. Einlass ist 60 Minuten vor Beginn der Aufführung. Für Wein, Bier und andere Getränke nebst ein paar Knabbereien ist ebenfalls gesorgt.

Karten gibt es im Vorverkauf:
In Griesheim wie gewohnt bei Papermoon (06155-76380), Jeans & Classic (06155-830340) und bei Dingeldein am Markt (06155-1467). In Darmstadt im Shop im Luisencenter (06151-134535) sowie unter www.zwiebelbuehne.de und natürlich an der Abendkasse. Schulklassen und Gruppen ab 15 Personen setzen sich bitte unter der Nummer 0176-86 605 684 mit der ZwiebelBühne in Verbindung. Für weitere Informationen steht die Homepage der Vereins unter www.zwiebelbuehne.de zur Verfügung. Auch bei Facebook finden sich aktuelle Neuigkeiten der Bühne.
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