Gartenbesuche unterm Regenschirm

Als Anerkennung für ihr Engagement lädt die Stadt Riedstadt ihre Grünflächen-Paten einmal jährlich zu einem Ausflug mit einem gärtnerisch attraktiven Ziel ein. Vor zwei Jahren ging die Fahrt nach Koblenz zur Bundesgartenschau 2011. Im September des vergangenen Jahres waren dann der Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof und der Exotenwald in Weinheim das Ausflugsziel. In diesem Jahr wurde die Fahrt auf vielfachen Wunsch ins Frühjahr verlegt. Zunächst stand wiederum der Garten des Hermannshofs auf dem Programm. Dort sollten unter fachkundiger Führung die im letzten Jahr gewonnenen Eindrücke vom Spätsommerflor durch die Frühlingsaspekte ergänzt werden.

„Gerade ein Garten, dessen Schwerpunkt auf Stauden, Zwiebelpflanzen sowie ein- und zweijährigen Pflanzen liegt, verändert sein Aussehen in den verschiedenen Jahreszeiten sehr stark“, erläuterte der städtische Projektleiter für öffentliche Grünflächen Matthias Harnisch. Unterschiedliche Blühzeitpunkte und Blütenfarben, aber auch die Größe, Gestalt sowie Blattstrukturen und -farben fügen sich zu immer wieder neuen und anderen Eindrücken - gerade in einem so meisterhaft angelegten Garten wie dem Hermannshof.

Der Ausflug wurde fortgesetzt mit einem Besuch des Schlossgartens in Schwetzingen. Hier ist insbesondere die enge Verbindung eines Barockgartens nach französischem Vorbild mit einem der ersten in Deutschland angelegten Landschaftsgärten im englischen Stil bemerkenswert. Der ab 1777 von Friedrich Ludwig Sckell angelegte Landschaftsgarten legt sich wie ein Mantel um den im Zentrum gelegenen Barockgarten. Dadurch und durch die reiche Ausstattung mit verschiedenen gartenarchitektonischen Elementen - Alleen, Wasserflächen, Brunnen, Skulpturen, Brücken, Tempel, eine Moschee mit Wandelgang und eigenem Garten - ergibt sich eine große Vielfalt an überraschenden Momenten. Damit ist der Schwetzinger Garten ein Gelände, das zum Flanieren und Entdecken einlädt.

Leider zeigte sich der viel besungene Wonnemonat Mai von seiner garstigsten Seite, so dass die 32 tapferen Teilnehmer des Patenausfluges von kaltem Dauerregen begleitet wurden, der ihnen zwar ein unvergessliches, aber nicht unbedingt von großer Flanierlust geprägtes Erlebnis verschafft hat.

Die Stadt sucht auch weiterhin Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind Grünflächen vor ihrem Haus selbst zu pflegen und zu bewässern und damit den kommunalen Bauhof zu entlasten. Einzelheiten einer entsprechenden Patenschaft sind über Matthias Harnisch (Telefon 06158 181-322, E-Mail: m.harnisch@kein spamriedstadt.de) zu erfahren oder auch im Internet auf der Homepage der Stadt (www.riedstadt.de) nachzulesen.
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