Lach-Garantie bei der ZwiebelBühne: Zwei wie Bonnie und Clyde

Mit dem Inhalt der Einkaufstüte fängt alles an. Tina Sopp und Bernd Martens in der neuen Komödie der ZwiebelBühne "Zwei wie Bonnie und Clyde". (Foto: Fotostudio Lichtblick, Jörg Meisinger)
Griesheim: Linie Neun | Wie viele Gags passen in eine Kriminalkomödie – und wie viel Dummheit in den Kopf einer Blondine? Jede Menge!
Das zumindest wissen die Griesheimer Theaterliebhaber spätestens seit der Premiere des neuen Stücks der ZwiebelBühne des TuS Griesheim am Freitag in der Linie Neun. Sie wurden dort Zeuge eines rasanten Stücks, in dem Bernd Martens und Tina Sopp zur Höchstform auflaufen. "Zwei wie Bonnie und Clyde" ist eine spritzige Komödie von Sabine Misiorny und Tom Müller, die die beiden zusammen mit Kerstin Halla inszenierten.

Es ist ein Stück mit absoluter Lach-Garantie. Wer einfach mal alle Sorgen vergessen und sich nach Herzenslust amüsieren möchte, der ist hier genau richtig: Alles dreht sich dabei um ein selten dämliches Möchtegern-Gaunerpaar, das vom ganz großen Geld träumt. Das heißt, 100 000 Euro würden den beiden ja auch schon reichen, um nach "Los Vegas" zu jetten, Flitterwochen auf Hawaii zu erleben und ein sorgenfreies Leben zu führen. Das zumindest glauben die zwei verhinderten Gangster, die eigentlich eine Bank überfallen wollen. Das Ganze scheitert allerdings an der unfassbaren Blödheit der Partnerin von „Macher“ Manni (Bernd Martens). Die ist blond und heißt obendrein auch noch Chantal (Tina Sopp). Und so entwickelt sich in dem Schuhlager, in dem die beiden nach dem ersten verpatzten Banküberfall Unterschlupf finden, ein Feuerwerk an Gags, das dem Zuschauer stellenweise die Tränen in die Augen treibt.

Das hat nicht nur mit den köstlichen Dialogen zu tun, sondern vor allem auch mit den beiden Hauptdarstellern, die sicher ihre liebe Mühe schon damit hatten, nicht selbst laut mitzulachen bei dem herrlichen Blödsinn, der ihnen da über die Lippen kam. Bernd Martens gibt den Mann, der alles kann. Mit wechselndem Mienenspiel und mal ruhig, mal überlaut im Ton versucht Martens, nicht nur den Entnervten zu spielen, sondern auch liebevolle und zurückhaltende Seiten zu zeigen. Die Tina Sopp hingegen muss auf der Bühne vor allem eins: möglichst gut aussehen und möglichst dumm daherkommen. Das gelingt ihr gut, und wenn sie mit ihren blauen Augen ihren Liebsten um Verzeihung für all die Pannen bittet, dann kann ihr niemand mehr böse sein.

Weitere Vorstellungen finden am 12. und 13. Oktober sowie am 27. Oktober in der Linie Neun in Grisheim statt. Karten gibt es bei Dingeldein am Markt, Papermoon, Jeans und Classic sowie in der Linie Neun. Online sind für die Veranstaltung keine Karten zu bekommen. Die Karten kosten im Vorverkauf 11 Euro und an der Abendkasse 12 Euro.
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