So umgehen Urlauber die Smartphone-Kostenfalle

Schnell mal aus dem Straßencafé auf Mallorca mit dem Mobiltelefon zu Hause anrufen: Kommunikation jederzeit und an jedem Ort ist für viele heute selbstverständlich geworden. Mit Smartphones, die Schätzungen zufolge bereits jeder dritte Deutsche (34 Prozent) nutzt, ist unterwegs auch das Surfen im Web eine komfortable Sache. Die Schattenseite der Erreichbarkeit und Nutzung im Ausland sind hohe Kosten. Laut einer Studie der Europäischen Kommission haben drei von vier Smartphone-Besitzern Angst vor überraschend hohen Rechnungen. Am einfachsten schützt man sich, indem man die Roamingfunktion bereits vor der Ankunft im Ausland ausschaltet - und fürs Telefonieren auf günstigere Alternativen setzt.

Auch der Gesetzgeber hat die Gefahren erkannt und mit einheitlichen Regelungen reagiert: Bei Anrufen und Kurznachrichten gelten für EU-Bürger im europäischen Ausland feste Preisobergrenzen. Pünktlich zum Start in die Urlaubssaison werden ab 1. Juli 2012 die Urlaubsgrüße per Handy günstiger - kosten aber dennoch ein Vielfaches von Inlandsgesprächen. "Die Handynutzung im Ausland ist mit dem heimischen Tarif nach wie vor um einiges teurer als innerhalb Deutschlands. Wer außerhalb der EU unterwegs ist, zahlt beispielsweise schnell mal drei Euro pro Minute. Apps für die Internettelefonie ermöglichen hier große Spareffekte, wenn man sich für die Nutzung einen günstigen oder kostenfreien WLAN-Hotspot sucht", sagt Marc Kessler, bei www.teltarif.de als Telekommunikationsexperte tätig. Mit den sogenannten VoIP-Diensten, bei denen über das Internet telefoniert wird, lässt sich bares Geld sparen. Spezielle Anwendungen wie beispielsweise die "blauApp" ermöglichen die Nutzung weltweit. Voraussetzung ist dabei lediglich ein WLAN-Zugang, den viele Hotels, Bars, Cafés und Restaurants bereits kostenlos anbieten.

Steht ein solches drahtloses Netzwerk zur Verfügung, kann man auch im Auslandsurlaub kostengünstig die Familie in Deutschland anrufen oder eine Kurznachricht versenden. Die Apps dazu lassen sich kostenlos auf Android-Smartphones und iPhones installieren (www.blauapp.de) und halten die Kosten unter Kontrolle. Urlauber, die auf diesem Weg nach Deutschland telefonieren, zahlen nur neun Cent pro Minute und SMS - weit weniger als bei den aktuellen Roamingtarifen der Mobilfunkanbieter. Bei einem Anruf aus der Türkei etwa zahlen Urlauber derzeit regulär bis zu 1,59 Euro pro Minute.

Aber auch im Inland handeln sich Smartphone-Neulinge oft unnötig hohe Kosten ein. Die Preise für Gespräche und Datennutzung sinken in immer kürzeren Abständen. Statt sich fest für viele Monate an einen Tarif zu binden, ist es daher oft von Vorteil, Prepaid-Angebote zu nutzen, die man jederzeit und flexibel ändern kann. So gibt es speziell für Smartphone-Nutzer beispielsweise bei blau.de günstige Tarifoptionen wie die "Smart-Option": Für 9,90 Euro pro 30 Tage steht eine 200-MB-Internet-Flat zur Verfügung und es können 100 Minuten in alle deutschen Netze telefoniert und 100 SMS verschickt werden. Wem das nicht genügt, der bekommt mit der "Smart-Option L" für 16,90 Euro ein noch umfangreicheres Inklusiv-Volumen.
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