Der Raub der Sabinerinnen – schon mal gehört?

Das aktuelle Ensemble "Die Römer(trag)komödie oder Der Raub der Sabinerinnen" bei der ZwiebelBühne
ZwiebelBühne: "Die Römertragkomödie oder Der Raub der Sabinerinnen“
Probenwochenende erfolgreich gemeistert

„Wir spielen als nächstes „Der Raub der Sabinerinnen“ – schon mal gehört?“ - „Ja, das ist doch irgend so eine römische Sage, oder?“ – Nein, das ist ein Theaterstück! – Ne, lass mal, ich schaue mir lieber was Lustiges an!“
Es gab in der Vorbereitung zu dem neuen Stück der ZwiebelBühne einige Gespräche, die Kerstin Halla, Regisseurin bei der ZwiebelBühne, so oder ähnlich geführt hat.

Zum 35-jährigen Bestehen der ZwiebelBühne sollte es etwas Besonderes sein und da kam für sie nur „Der Raub der Sabinerinnen in Frage. Denn diese „Liebeserklärung an das Theater“, wie das Stück immer wieder bezeichnet wird, ist für ein Jubiläumsjahr einer Theatergruppe doch genau das Richtige! Was aber tun, wenn’s keiner kennt und aufgrund des Titels keiner sehen will? Also hat Kerstin Halla das Stück bearbeitet, kurzerhand „Die Römertragkomödie“ genannt und probt nun bereits seit Dezember 2015 an der Umsetzung des Stückes. Leider ist es nicht immer möglich, mit allen Darstellern in der richtigen Reihenfolge zu proben. „Da kann man schon mal den Überblick verlieren“ lacht Kerstin Halla.

Deshalb fand für das gesamte Ensemble am letzten Wochenende ein Probenwochenende statt, um sich intensiv mit dem Stück zu befassen. „Eigentlich wollten wir das Stück an beiden Tagen je einmal durchspielen, damit jeder mal einen Gesamtüberblick bekommt“, so Melanie Pabst, die auch in diesem Jahr wieder die Regie-Assistenz übernommen hat. Dazu ist es aber nicht gekommen. „Vielleicht wurden die Darsteller durch die neue Umgebung angeregt, ich weiß es nicht, aber die haben mir während der Proben soviel angeboten (ein anderer Blick als sonst, eine andere Geste oder Ähnliches), dass ich immer wieder unterbrechen musste, weil mir wieder eine Idee gekommen ist, wie man das Gesagte anders, besser und lustiger in Szene setzen kann“, sagt Kerstin Halla. „Wir haben uns so mit jedem Akt zwar nur einmal, aber sehr intensiv auseinander gesetzt und dabei tolle Sachen heraus gearbeitet.“

Natürlich blieb der Spaß dabei auch nicht auf der Strecke. Es wurde viel erzählt und gelacht und Requisiten und Tischdekoration gebastelt. Marion Ehses, die für die Kostüme zuständig ist, hat die Gelegenheit, alle unter einem Dach zu haben, genutzt und fleißig an den historischen Gewändern genäht. Christian Zuckermann baute seine Ausrüstung mitten im Flur auf um tagsüber Bilder für das Programmheft von jedem einzelnen zu machen. Nach dem Abendessen wurden dann noch Gruppenfotos im Kostüm für die Presse geschossen.

Aber worum geht es denn eigentlich in der Römertragkomödie? Das Stück spielt in einer Kleinstadt, so um 1918: Als Professor Gollwitz beim Aufräumen die Römertragödie findet, die er in Studentenjahren verfasst hat, ahnt er nicht, dass damit sein bürgerlich-beschauliches Leben für einige Zeit ein Ende hat. Striese, der Direktor einer fahrenden Theatertruppe, bekommt Wind von der Sache und will das Stück unter allen Umständen aufführen. Doch beide stoßen auf ungeahnte Schwierigkeiten. Der eine überschätzt seine Möglichkeiten, der andere unterschätzt seine Frau.

Die Aufführungen werden im April und Mai wieder im Zöllerhannes stattfinden. Der Vorverkauf beginnt nächsten Monat.

Momentan plant die ZwiebelBühne gerade einen Workshop für Theaterinteressierte. Mehr Informationen diesbezüglich folgen in Kürze. Wer die Aktivitäten der ZwiebelBühne im Auge behalten möchte, kann das über die Homepage des Vereins unter www.zwiebelbuehne.de tun sowie über Facebook.
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