Mit dem fremden Blick das Offensichtliche erkennen

Persönlichkeiten benötigen Raum zur Entfaltung und Sinn für Ihre Bestrebungen – langfristige Perspektiven, stabile Daten und Werte, wonach sie sich orientieren können.
Für mich war es nicht leicht heranzuwachsen, nach dem meine Eltern nach Deutschland umsiedelten. Gewohnte Werte aus der Kindheit wurden immer verschwommener und die neue Heimat sah natürlich erst einmal das Fremde an mir. Ich fühlte mich lange deplatziert und verunsichert. Wir waren als Familie sozialen Unruhen entflohen und da schien ich zu erstarren an Andersartigkeit. Eine Art von Melancholie und Sentimentalität trübte lange mein Gemüt. Manchmal war ich introvertiert und schrieb Gedichte, manchmal träumte ich von einer besseren Welt und war sozial engagiert.
Doch fremd zu sein verlieh mir eine Fähigkeit des nüchternen Beobachtens. Die Kunst, das Offensichtliche zu beobachten und es beim Namen zu nennen, so wie ich es beim Dichten schon praktizierte, verlieh mir den notwendigen analytischen Durchblick bei der Ausübung meiner Beratertätigkeiten. So konnte ich dies in der Arbeitswelt zu Nutze machen und dabei mir selbst treu bleiben. Ich bin damit innerlich gewachsen und konnte meine persönliche Ethik und Integrität bewahren.
Und heute schreibe ich darüber, wie wir als Gesellschaft zueinander finden können, indem wir die soziale Vielfalt konstruktiv nutzen und den sozialen Frieden bewahren.

- Erschienen am 5. Mai 2012 -
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