DDR-Opfer-Hilfe protestiert gegen Abriss von Mauer-Denkmal in Berlin

Ist gegen den Abriss der Eastside-Gallery in Berlin: Ronald Lässig von der DDR-Opfer-Hilfe. (Foto: Ronald Lässig)
Die DDR-Opfer-Hilfe unterstützt die Bürgerinitiative Eastside-Gallery in Berlin gegen den geplanten Abriss des letzten zusammenhängenden Mauerabschnitts in der Hauptstadt. Vor der Demonstration Anfang der Woche wandte sich der SED-Opferverband in einem öffentlichen Appell an den Regierenden Bürgermeister Wowereit und forderte eine Umkehr in der Stadtentwicklungsplanung an der geschichtsträchtigen Stelle. Dort waren in der SED-Diktatur zwischen 1961 und 1989 mehrere Menschen bei Fluchtversuchen zu Tode gekommen, unter ihnen Kinder, erinnerte die DDR-Opfer-Hilfe.

Ronald Lässig, Vorsitzender des DDR-Opfer-Hilfe e.V.: "Dieses Kapitel deutscher Geschichte darf nicht den Heuschrecken zum Opfer fallen, die Luxusappartments bauen wollen, Der Berliner Senat ist in der politischen Verantwortung. Die Eastside-Gallery steht in jedem Stadtführer. Damit wird gerade für junge Menschen erlebbar, mit welchen Mitteln die SED-Diktatur Menschen von ihrem Recht auf Freiheit gewaltsam abhielt. Deshalb treten wir solidarisch mit der Bürgerinitiative Eastside-Gallery für deren Erhalt ein."

An der historischen Stelle im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg soll ein Luxuswohnhaus entstehen. Die Investoren berufen sich auf ihre Baugenehmigung und wollen von dem Vorhaben nicht ablassen.

Die DDR-Opfer-Hilfe vertritt die Interessen ehemals politisch Verfolgter und deren Angehöriger Angehöriger und bietet ihnen sowie Sympathisanten eine Heimat. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.ddr-opfer-hilfe.de
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