Fit und aktiv bis ins hohe Alter

Wie man sich wirklich wohl fühlt, das ist von Person zu Person unterschiedlich. Das liegt daran, dass es unterschiedliche Faktoren gibt, die diesen Zustand beeinflussen. Trotzdem belegen zahlreiche Studien, dass es einige Schnittpunkte gibt, die bei fast allen eine Rolle Spielen. Zu diesen gehören unter Anderem Gesundheit, Ernährung, aktives Leben oder geistige Fitness – Faktoren, die die Lebensfreude im alter steigern.
Zum Thema Gesundheit ist zu sagen, dass die Knochenmasse bereits ab dem 30. Lebensjahr abnimmt. Aufhalten kann man diesen Prozess zwar nicht, wohl aber positiv beeinflussen. Wichtig sind Kalzium und Eiweiß, die sich in Milchprodukten finden lassen. Trinken Sie vor dem Zubettgehen ein Glas Milch – das reduziert den nächtlichen Knochenabbauprozess und beugt Osteoporose vor.
Ab Anfang 40 tut sich dann ein neues Problem auf. Die Muskelmasse schwindet, die aufgenommen Kalorien werden langsamer verbrannt und alle Überschüsse wandern in Fettdepots. Wechseln Sie von Weißmehl zu Vollkornprodukten, und achten Sie auf reichlich Obst, Gemüse und Pflanzenöle. Und behalten Sie für Ihr persönliches Wohlbefinden dabei stets die Waage im Auge.
Experten raten: Auch in hohem Alter kann mit gezieltem Training die Muskulatur aufgebaut, die Körperwahrnehmung geschult und der Gleichgewichtssinn verbessert werden. Hilfreich dabei ist ein spezielles seitenalternierendes Vibrationstraining. So berichtet Dr. med. Silke von der Heide, Physiotherapeutin und Ärztin aus Bovenden: "Die Reflexe beim Galileo Training liegen im Bereich des Rückenmarks und geschehen unbewusst. Man muss nicht darüber nachdenken, was geschieht. Dieser Aspekt verschafft insbesondere Menschen, die ihre Muskeln nicht mehr gut willentlich steuern können, eine Aktivierungsmöglichkeit“. Unter www.galileo-training.com sind nähere Informationen zu finden.
Senioren haben meistens reichlich Zeit, und als positive Eigenschaft nutzen sie diese gerne, um anderen zu helfen. Häufig arbeiten sie im Ehrenamt, und dabei bekommen sie jetzt Hilfe im Internet: Seit Dezember 2011 bringt "Doogood", ein neues Netzwerk für soziale Verantwortung, bundesweit Anbieter und Suchende zusammen. Auf www.doogood.org werden freiwillige Helfer an Sozialinstitutionen, Vereine und Gemeinden, die ehrenamtliche Tätigkeiten zu vergeben haben, vermittelt. Das Portal will nicht nur Interessenten an die richtigen Stellen vermitteln, es bemüht sich auch um die für die Motivation so wichtige Anerkennung.
In einer Forsa-Umfrage unter 1.000 Bürgern über 45 Jahren wünschten sich zwei Drittel der Befragten, im Alter schnell mit Ärzten kommunizieren zu können. Es wundert nicht, dass auch computergestützte Hilfesysteme für Senioren positiv bewertet werden. Sie gewähren den Senioren eine gewisse Unabhängigkeit und die Möglichkeit, in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben und trotzdem die nötige Sicherheit zu gewährleisten. Einziger Haken: die revolutionäre Technik ist nicht ganz günstig. "Denkt man daran, wie hoch die durchschnittliche Rente in Deutschland ist und welche Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung bei ambulanter Pflege leistet", so Markus Reis, Pflegespezialist der Münchener Verein Versicherungsgruppe, "sind diese modernen Hilfsmittel nicht für jedermann finanzierbar."
Eine private Pflegeversicherung zum Beispiel kann leichteren Pflegefällen den Weg zu kostspieligeren Hilfesystemen ebnen.
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