Jogging für die grauen Zellen - Mit Bridge kann man spielend geistig fit bleiben

Wer rastet, der rostet - das gilt für den Körper ebenso wie für das Gehirn. So wie regelmäßiger Sport die Muskeln stärkt und den Kreislauf in Schwung hält, braucht auch der Geist stetiges "Training", um leistungsfähig zu bleiben.

Besonders wer im Beruf nicht mehr intellektuell gefordert wird, baut sonst schnell ab. Schon seit Dr. Siegfried Lehrl von der Universität Erlangen den Begriff 1983 prägte, raten daher Experten zum "Gehirnjogging", damit das Gedächtnis bis ins hohe Alter in Bestform bleibt. Sudokus, Bücher mit Zahlen- und Buchstabenrätseln sowie Knobelaufgaben sind immer wieder Bestseller.

Noch mehr Spaß macht es, die grauen Zellen auf spielerische Weise zu trainieren, beispielsweise mit Bridge. Bei dem traditionsreichen Kartenspiel ist nicht Glück, sondern Köpfchen gefragt. Taktieren, Strategien entwickeln und mit seinem Partner die Gegner ausspielen - das ist ebenso unterhaltsam wie geistig anspruchsvoll. Beim Bridge gibt es keine guten oder schlechten Karten. Es kommt allein darauf an, dass man das Beste aus seinem Blatt macht. Das stellt hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, das logische Denken und die Kombinationsgabe - Gehirnjogging pur.

Bridge ist aber nicht nur ein perfektes mentales Fitnesstraining. Es bietet darüber hinaus die Chance, neue Leute zu treffen und Bekanntschaften zu schließen. Gerade die sogenannten Best Ager wünschen sich für die neu gewonnene Freizeit - wenn die Kinder flügge sind und die Arbeit weniger wird - oft mehr Begegnungen mit Gleichgesinnten. Und die Freude am gemeinsamen Spiel verbindet. Möglichkeiten bestehen genug: Landesweit gibt es rund 500 Bridgeclubs mit etwa 29.000 Mitgliedern. Im Internet findet man unter www.bridge-verband.de eine Kontaktliste. Auch interessierte Anfänger können sich ruhig an die Sache herantrauen: Die Methoden, nach denen Bridge in Deutschland gelehrt wird, erlauben einen schnellen Einstieg. So dauert es nicht lange, bis das Spielfieber einen gepackt hat. (djd/pt).

Bridge wird zu viert gespielt, wobei je zwei Paare gegeneinander antreten. Am Anfang steht das Reizen. Dabei wettet man sozusagen mit den Gegnern, wie viele Stiche man im folgenden Spiel erobert. Weil es nicht aufs Kartenglück ankommt, sondern auf eine durchdachte Strategie, wird Bridge auch als Gedankensport bezeichnet. Das macht es zu einer idealen Wettkampfdisziplin. Turniere sowie National- und Weltmeisterschaften finden rege Teilnahme. In vielen Ländern auf der Welt ist Bridge sogar olympisch anerkannt. Unter www.bridge-verband.de gibt es weitere Informationen.
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